Ultimative Beweise für die indoeuropäisch/arischen Herrscher- und Priesterkasten Ägyptens

Aus dem Inhalt:

  • Die indigenen ÄgypterInnen waren afrika­nisch und sprachen eine afrikanische Sprache
  • Der verräterische Sprachenmix: Die afro-asiatische Sprache Ägyptens
  • Wie gehen die Ägyptologen und Philologen mit dem Wissen um?

Die indigenen ÄgypterInnen waren Afrikaner und sprachen eine afrikanische Sprache

»Wahrscheinlich wird man für das Neolithikum mit einer weitgehend
homogenen Bevölkerung der nordostafrikanischen Länder zu rechnen haben«.
(Eberhard Otto, Ägyptologe)

Die frühen Wissenschaftler gingen aufgrund der sprachlichen und ethnischen Verwandtschaft von einem schwarzafrikanischen Ägypten aus, was heutige Ägyptologen nicht wahr haben wollen. Doch für E. A. Wallis Budge u.a. waren die Invasoren, im Gegensatz zu den dunklen Einheimischen, eindeutig von weißer Hautfarbe:

»Über die Rasse derje­nigen Ägypter, die uns durch Mumien und Statuen bekannt sind, und ihre Charakteristiken gibt es über­haupt keinen Zweifel: Sie waren Kaukasier, und es scheint, dass sie von ih­rer ursprüngli­chen Heimat in [Vorder-]Asien nach Ägyp­ten gekom­men sind.« (E.A. Wallis Budge ›The Mummy‹ 1989/1925, S. 1 f.)

Und Alexander Scharff konterte die rassistischen Ansichten weisser Ägyptologen, indem er schrieb:

»Ägypten lag immer und liegt noch heute in Afrika«.

Ägypten, – damals ›Kemt‹ genannt, wurde nicht ›schwarzes Land‹ geheissen, weil die Erde in Ägypten – einer Flussoase inmitten von mehr als 90 Prozent gelber Wüste ­– schwarz war, sondern weil ›Kemt‹, wie der heutige Ausdruck ›Schwarzafrika‹, das Land ihrer schwarzen Bewohner bezeichnete.
Schon Jacques de Morgan, von 1892 bis 1897 Direktor der Altertumsverwaltung in Kairo, war überzeugt: »Die ursprünglichen ÄgypterInnen waren afrika­nisch und sprachen eine afrikanische Sprache.« (›La préhistoire orientale‹ 1926, S. 337) Alexander Scharff bestätigte seine Beobachtung. Die indigene Sprache Ägyptens, Nubiens und Libyens war afrikanisch; zum Nilo-Saharanisch oder teilweise zu den weit verbreiteten Berbersprachen gehörig. Der Sprachwissenschaftler Arnold Wadler schrieb: »Immer enger erweisen sich die Zusammenhänge zwischen den Negeridiomen und der Sprache der Hieroglyphen. Hatte man lange das Koptische für den einzigen Nachkommen dieses Uridioms gehalten, zögert man heute nicht, die Bantu-Sprachen (die bis zum Kap reichen), das Fulische und Haussanische, Mandeh und Agni ihm zur Seite zu stellen.« (Wadler ›Der Turm von Babel – Urgemeinschaft der Sprachen‹ 1988, S. 195) Nach 5000 Jahren sind viele ÄgypterInnen heute aufgrund der Vermischung hellhäutig, aber damals waren sie noch weiß oder schwarz.
Die Sprache ist tatsächlich ein Indiz für die die Eroberung Ägyptens. Der Ägyptologe Wolfgang Schenkel stellte fest: »Im Alten Reich sind  bereits Dolmetscher und sogenannte Vorsteher der Fremdsprachigen nachgewiesen! (Lexikon der Ägyptologie 1975, LÄ II, S. 314) Die Logik dieser frühen Befunde leuchtet ein. Sie wurden später von den Ägyptologen aus unklaren Motiven entweder nicht mehr rezipiert, ignoriert und/oder als ›veraltet‹ abgetan. Die überhebliche Haltung (s. ›His Masters Voice‹) wird durch die neuere Forschung Lügen gestraft.

Der Historiker, Archäologe und Ägyptologe J.H. Breasted macht es deutlich (1954, S. 28):
›Sprache und Kultur der indigenen ÄgypterInnen waren afrikanisch, bevor Einwanderer diesem afrikani­schen Volk ih­ren Stempel aufgeprägt haben‹.

»Wechselwirkungen der Kulturen Ägyptens und Asiens sind schon in der prähistorischen Zeit nachweisbar. Der Einfluß der Asiaten in Ägypten wird besonders deutlich in der Neqade II-Zeit [3500-3100], aber bereits seit der Badari-Periode [im 6. Jahrtausend] sind Kontakte mit dem Osten bezeugt. Viele Objekte der früheren Perioden deuten auf kulturelle Einflüsse sowie Importe aus dem Iranischen Hochland hin, wie z. B. Stempelsiegel, sowie Objekte aus Lapislazuli, Kupfer etc.« (Jahanshah Derakhshani) Das iranische Hochland ist die Heimat der Arier, die sich auf ihren Wanderungen schon sehr früh mit den Indo-Europäern im Norden verbündet hatten. Die ›Asiaten‹, wie sie von den Ägyptern bezeichnet wurden sind also eine Mischung aus Indo-Europäern und Ariern.

Dieser wichtigen Zeit vor der Eroberung durch die Asiaten wird im ›Lexikon der Ägyptologie‹, das völlig auf die patriarchale Zeit der Pharaonen ausgerichtet ist, ganze 13 Zeilen von insgesamt über 7000 Seiten gewidmet. Die Zeit  v o r  den Pharaonen ist bei den ÄgyptologInnen tatsächlich in hohem Masse unbeliebt und wird gemieden. Nur selten finden wir überlieferte Berichte, die auf das Leid des Volkes hinweisen, wie z.B. die Gesänge vom Nil:

Alles Glück ist dahin,
die Welt ist ins Elend gestoßen durch jene,
die sich mästen, die Asiaten, die das Land durchziehen.
Aufruhr ist im Osten entstanden.
Die Asiaten sind nach Ägypten gekommen.
(Gesänge vom Nil)

Diesen Schmerzensschrei eines indigenen Ägypters deuten Ägyptologen jedoch nicht als Ausdruck höchster Not und Verzweiflung. Die Eroberung verharmlosend, rühmen sie: »Ägypten ist durch die Berührung mit Asien in Religion, Zivilisation und Sprache bereichert worden.« (LÄ I, S. 463, ›Asiaten‹, R. Giveon) Dieser Art des Schönredens bedienen sich bis heute alle kriegssüchtigen, beutemachenden Eroberer, Kolonialisten, Besatzer und religiös Missionierenden fremder Länder.

»Ich baute auf, was zerstört war von den Zeiten, als die Asiaten in Au-Aris im Nordland waren, räuberische Horden unter ihnen, die umstürzten, was geschaffen war, denn sie herrschten ohne Re.« (aus der Inschrift des Speos–Artemidos von Königin Hatschepsut, sie regierte etwa von 1479 bis 1458 in der 18. Dynastie).

Der iranische Arier- und Sprachforscher Jahanshah Derakhshani untersuchte Geschichte und Kultur des alten Ostiran seit dem 5. Jahrtausend und verfolgte die »Spuren dieser Völker, die sich schon sehr früh bis nach Ägypten verbreiteten.« In seinem Buch ›Die Arier in den nahöstlichen Quellen des 3. und 2. Jahrtausends v.Chr.‹ schreibt Derakhshani: »Die Machtergreifung der Asiaten (Arier) in Ägypten und die darauf folgende Flut neuer kultureller und materieller Zeugnisse setzen eine organisierte politische und militärische Macht der Fremdlinge voraus, die sie von ausserhalb Ägyptens unterstützte. Die immerwährenden Angriffe der Asiaten, einerseits aus der nordöstlichen Richtung, dem Delta also, und anderseits von Südosten, den westlichen Ufern des Roten Meeres und von Nubien [vermutlich ist damit das oberägyptische Hierakonpolis gemeint DW] machen die gewaltige Kraft deutlich, die hinter diesen agierte. Unsere verfügbaren geschichtlichen Erkenntnisse aus jener Zeit lassen jedoch die Existenz einer solchen Macht in der Nachbarschaft Ägyptens nicht vermuten. (s. Henri Frankfort ›Egypt and Syria in the First Intermediate Period‹, JEA 12, 1926, S. 87) Das Zentrum dieser großen Bewegung, deren Ausstrahlung Mesopotamien, Nordsyrien und Ägypten erreichte, müsste hinter Taurus und Zagros und in den fernen nordöstlichen Ländern gelegen haben, die in Syrien ein zweites Zentrum errichtete und sich von dort aus in Richtung Westen und Südwesten, sowie vermutlich auch gen Südosten bewegte (Frankfort ibd. S. 95) So ist anzunehmen, dass die Guti zusammen mit den Amu sich vom Iranischen Hochland in Richtung Westen in Marsch gesetzt und die westlichen Gebiete bis nach Ägypten besetzt hatten. Aufschlussreich ist, dass sich ab dieser Periode arische Namen und Appellative in den ägyptischen Urkunden häufen.« (Derakhshani ›Die Arier in den nahöstlichen Quellen des 3. und 2. Jahrtausends v.Chr‹ 1999, S. 138)
Derakhshani konnte auch »Zeugnisse der alten Präsenz der Arier im Nahen Osten in den Sprachresten der alten Kulturen nachweisen, wie etwa im Sumerischen, Akkadischen und im Altägyptischen.« (Derakhshani ›Die Arier im Alten Vorderen Orient. Evidenzen seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. vom Iranischen Hochland bis Ägypten‹ im Internet unter www.int-pub-iran.com)

Mit den Invasionen der Indo-Europäer und den mit ihnen verbündeten Ariern entstanden Sprachmischungen des Indoeuropäisch/arischen mit der jeweiligen Sprache der unterworfenen, einheimischen Bevölkerung.

Der verräterische Sprachenmix in Ägypten: Die afro-asiatische Sprache

Dem Sprachwissenschaftler Alan H. Gardiner war die mit den Einwanderern verbundene sprachliche Vermischung bereits 1927 klar. Er erklärte, die ägyptische Sprache unterscheide sich viel mehr von allen ›semitischen‹, d.h. den vorderasiatischen Sprachmischungen, als diese sich untereinander unterscheiden. Bis das Verhältnis zu den afrikanischen Sprachen genauer geklärt sei, müsse die ägyptische Sprache sicher außerhalb der semitischen Sprachgruppe klassifiziert werden (›Egyptian Grammar‹). 1965 gibt es für ihn kaum mehr Zweifel am afrikanischen Ursprung der gesamten indigenen Bevölkerung Ägyptens und ihrer Sprache: »Da im Allgemeinen darüber Einigkeit besteht [leider irrte Gardiner, der an die ›Einigkeit‹ glaubte], dass die Urbevölkerung Ägyptens ein afrikanisches Volk gewesen ist, läge der Schluss nahe, auch ihre Sprache sei afrikanischen Ursprungs. Und tatsächlich wurden zahlreiche Verwandtschaften mit hamitischen und berberischen Dialekten festgestellt, und zwar nicht nur im Wortschatz, sondern auch in der Syntax.« (Gardiner ›Geschichte des Alten Ägypten‹ 1965, S. 20)

Selbst wenn man, wie die Isolationisten das tun, die Eroberung Ägyptens ablehnt, muss man zugeben, dass in der altägyptischen Sprache neben den Idiomen afrikanischer Herkunft auch eine erstaunliche Verwandtschaft, Nähe und Übereinstimmung von Worten, Namen, Bezeichnungen, Titeln und Gattungsbegriffen mit indoeuropäischen Sprachen und dem arischen Sanskrit festgestellt wurden. Jedoch haben Wortvergleiche, die allein auf lexikalischen Ähnlichkeiten beruhen, wenig wissenschaftliche Beweiskraft. Doch auffallend ist die von den Sprachforschern ebenfalls festgestellte »lexikalische Übereinstimmung des Afro-Asiatischen mit dem Indo-Europäischen, den kaukasischen Sprachen und dem Sumerischen.« (Wikipedia) (s. auch ›Wer waren die Sumerer?)
Der britische Universalgelehrte Arzt, Sumerologe und Philologe L.A. Waddell (1854 – 1938) studierte Sumerisch und das arische Sanskrit und widmete sich nach 1917 dem ausschließlichen Studium der Arier. Er schrieb:

»Arier sind die Arios, Harios oder Harri Mediens, die Arya und Airya (auch Haraiva) des alten Persien, die Arya Indiens und die Hara der späteren Su­merer (Waddell The makers of Civilization in Race and History‹ 1929, S. 6).

In verschiedenen geografischen Gebieten, unterschiedlichen Sprachen und Dialekten heißen Arier auch: Ar, Aar-on (›on‹ ist Endung), Ara, Ari, Arij, Ariya; aus dem altpersischen Ariya wurde das mittelpersische Eran und der neupersische Iran.

Waddell verfiel leider dem Irrtum des deutschen Faschismus, die Indo-Europäer / Arier seien die Kulturbringer der Welt, weshalb er u.a. von den späteren Wissenschaftlern gemieden wurde. Zu seiner Zeit erkannte man noch nicht, dass die großen matriarchalen Ur-Kulturen, die vor den patriarchalen Dynastien in Mesopotamien, Ägypten, und den Kulturen im iranischen Elam, dem Industal und Nordindien bestanden hatten, von Ariern und den mit ihnen verbündeten Indo-Europäern erobert und zerstört wurden. 1927 veröffentlichte Waddell einen ersten Teil des ›Sumer-Aryan Dictionary‹, der meines Wissens nicht vollendet wurde. Ein Teil der Oberschicht des dynastischen Sumers waren tatsächlich Arier, in denen er aber eine ›höhere Rasse‹ sah. Er erkannte auch den Anteil der Arier an der elitären, herrschenden Klasse Ägyptens und publizierte 1930 sein Werk ›Egyptian Civilization Its Sumerian Origin and Real Chronology‹ 1930.
Waddell wurde von den meisten Wissenschaftlern abgelehnt; leider auch seine richtigen Erkenntnisse; seine Thesen lagen quer zu den Annahmen des Establishments. Trotz seiner inzwischen bekannten Irrtümer: Das Kind wurde mit dem Bade ausgeschüttet. Wie wir heute wissen, könnten seine Sprachstudien noch manchen Beitrag zur Erforschung der Kulturen Mesopotamiens und Ägyptens leisten. Waddells Forschungsergebnisse fanden keinen Eingang in die Sumerologie und Ägyptologie.

Waddell vertrat die These:

Arisch war nicht nur eine Sprachfamilie, sondern die Eigenbezeichnung verschiedener Stämme und Völkergruppen mit einer gemeinsamen Kultur. Und Jean Haudry sieht es ganz ähnlich mit den Indo-Europäern: ›Sie waren kein ›linguistisches Phantom‹, keine Denkkonstruktion der Philologen, sondern eine reale ethnische Erscheinung, deren Traditionen nie aufgehört haben, in unseren Kulturen fortzuwirken.‹ (Jean Haudry ›Die Indo-Europäer‹ 1986)

Der Ägyptologe E. A. Wallis Budge erwähnte, dass einige andere Wissenschaftler den Ursprung der geschriebenen Sprache (nur von der Oberschicht gibt es schriftliche Zeugnisse) der frühen dynastischen Ägypter ebenfalls als ›arisch‹ bezeichneten. Er selbst fand eine große Zahl von ein­silbigen Worten, die von ei­nem der äl­testen afri­kanischen Völker im Niltal abstammen. »Dies sind Worte, die tiefe Beziehungen, Gefühle und Glauben ausdrücken, die spezi­fisch afrikanisch und jedem semiti­schen Volk fremd sind. Die Ur­hei­mat dieser Menschen, die diese Worte erfanden, liegt weit im Süden von Ägypten«. (Budge ›Hieroglyphic Dictionary‹ 1920/1978, I, S. xviii)

Den ultimativen sprachlichen Beweis erbrachte die Arbeit des amerikanischen Sprachforschers Joseph Greenberg in den Jahren 1949 bis 1963. Ihm gelang es die 2-3000 afrikanischen Sprachen in vier Gruppen (oder Phyla) einzuteilen: Im nördlichen Teil Afrikas sowie auf der arabischen Halbinsel und bis nach Asien hinein wird das Afro-Asiatisch gesprochen; das wie die Bezeichnung sagt, aus einer Mischung afrikanischer und asiatischer Sprachen besteht. Dazu gehören auch so bedeutende Untergruppen wie die semitischen afro-asiatischen Misch-Sprachen Arabisch und Hebräisch (der biblische Mythos von Noahs Söhnen enthält die Metapher vom bevorzugten weißen Sem und dem verachteten schwarzen Ham!) Die andern drei Phyla sind lt. Greenberg: Niger-Kongo, Nilo-Saharanisch und Khoisan. Greenbergs Einteilung bildet heute die Grundlage aller linguistischen Klassifikationen in Afrika. (s. ›Afroasiatische Sprachen‹ Wikipedia)

›Die früheste afro-asiatische Sprache ist das Früh-Ägyptische‹

Im weiteren Einflussbereich außerhalb Ägyptens findet sich Afro-Asiatisch schon früh auch in jenen Ländern, die an den Einfallswegen der Eroberer aus dem Norden liegen. Dazu gehören die Länder am Seeweg, am persischen Golf, am Horn von Afrika, an den Küsten Arabiens, aber auch die Landwege über Mesopotamien, Syrien, Nordarabien und Palästina/Kanaan sind betroffen.
Interessant ist die Vernetzung mit dem Semitischen, das zu den sprecherreichsten afro-asiatischen Sprachfamilien im Nahen Osten zählt. Auf den westlichen Zweig entfallen das Aramäische der Syrer, der Assyrer, Chaldäer Maroniten, die kanaanäischen Sprachen, darunter Hebräisch, das Arabische und die südsemitischen Sprachen.

›Das Ägyptische stellt eine Ausnahme unter den afro-asiatischen Primärzweigen dar, da es aus nur einer einzigen Sprache besteht, die eine lückenlose Überlieferung über fünf Jahrtausende aufweist‹. (Wikipedia)

Nomadische Stämme kriegerischer Indo-Europäer (Kurgan-Leute) brachen aus den Steppen Südrusslands über Transkaukasien schon in der Mitte des 5. Jahrtausends auf und erscheinen zum ersten Mal in der europäischen Frühgeschichte in Alteuropa (Marija Gimbutas ›Das Ende Alteuropas – Der Einfall von Steppennomaden aus Südrussland und die Indogermanisierung Mitteleuropas‹ 1994) In immer kürzeren Abständen werden die Thesen von Marija Gimbutas unterstützt und bewiesen. Wieder aufgrund einer Genforschung: ›Rätselhafte Bronzezeit-Väter‹, bild der wissenschaft (19.5.2015). Siehe dazu: ›Die indoeuropäisch/arischen Eroberer aus dem Norden‹.

Aufschlussreiche Informationen finden wir auch beim Sumerologen Samuel N. Kramer. Er beschreibt die Sumerer als ›kriegslüsterne, bewaffnete Abenteurer aus dem Norden‹. Dabei handelte es sich eindeutig um die indoeuropäischen Eroberer, wie wir sie in Ägypten wiedererkennen können. (s. ›Wer waren die Sumerer ?‹)
Kramer geht davon aus, dass sumerische Kriegerhorden, »dieses primitive und wahrscheinlich nomadische Volk, das entweder aus Transkaukasien oder aus den transkaspischen Gegenden gekommen sein mag«, in der zweiten Hälfte des 4. Jahrtausends in Mesopotamien einge­fallen seien: »Sie unterwarfen die ältere Bevölkerung, deren Kultur weit fortgeschrittener war, als die der Sumerer. In diesen Jahrhunderten, die im sumerischen Heldenzeitalter gipfelten, waren es die kul­turell unrei­fen und psy­chologisch unstabilen sumerischen Kriegsher­ren mit ih­rer individualistischen und raubgierigen Veranlagung, welche die geplünderten Städte und niederge­brannten Dörfer des besieg­ten mesopotamischen Reiches beherrschten.« (Samuel N. Kramer ›Geschichte beginnt mit Sumer S. 165+163)

 Wie gehen die Ägyptologen und Philologen mit dem Wissen um?

Interessant ist, wie die Ägyptologie – traditionell als ein von ihrer Wissenschaftsgeschichte her gesehen philologisch geprägtes Fach – mit dem Früh-Ägyptischen und der afro-asiatischen Sprachgruppierung umgeht. Im ›Lexikon der Ägyptologie‹ aus dem Jahr 1975 erwähnt Friedrich Junge in zwei umfassenden Artikeln unter den Stichworten ›Sprache‹ und ›Fremdworte‹ zwar kurz das Afro-Asiatische, mit dem das Ägyptische gewisse ›morphophonematische* Gemeinsamkeiten‹ aufweise. Die Annahme der Zusammengehörigkeit dieser Sprachen beruhe jedoch noch auf äußerst schwachen Grundlagen (LÄ V. S. 1176 – 1211). Das ist dazu der einzige Kommentar, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Da stellt sich nur die Frage, warum denn diese fehlenden ›Grundlagen‹ nicht schon längst erarbeitet wurden und warum dann Studien zu diesen wichtigen Themen wie der Entstehung des dynastischen Ägyptens und der sprachlichen Auffälligkeiten nicht schon viel früher, als nach dem Erscheinen meines Buches ›Was war vor den Pharaonen? Die Entdeckung der Urmütter Ägyptens‹ (1994) angegangen wurden?

(* morphophonematisch : Hinter diesem komplizierten akademischen Begriff steckt ganz einfach: ›Language by Ear und by Eye‹ oder ›Sound and Meaning‹ was Erhard Schüttpelz (Uni Siegen, 1996 S. 98) in seinen Philologischen Studien ›Figuren der Rede‹ erörtert. Weil ich der Meinung bin, dass Sprache und Kultur zusammen gehören und deshalb nicht getrennt erforscht werden sollten, ist der ›morphophonematische‹ Aspekt genau das, was ich in meinen Büchern geschrieben und gemeint habe und was jede/r auch verstehen und nachvollziehen kann!)

(Fortsetzung: s. ›Der gewaltsame Umbruch Ägyptens ab Mitte des 4. Jahrtausends‹)

 


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