Weibliche Sexualität und Autonomie unter patriarchaler Kontrolle

Aus dem Inhalt:

    • Die Angst des Mannes vor der weiblichen Sexualität
    • Die Frauen und ihre verdammte erotische Anziehungskraft
    • Die patriarchale Ehe: Das probateste Mittel zur Ausbeutung und Entmündigung der Frau
    • Frauenrechte sind in vielen Ländern keine Menschenrechte
    • Ungleiches Maß bei Ehebruch
    • Der Kampf patriarchaler Männer gegen die Unabhängigkeit der Frau vom Mann
    • Die monotheistischen Religionen spiegeln sich in der frauenfeindlichen
      Politik und den sozialen Strukturen der Gesellschaft
    • Der Einfluss Mohammeds
    • Die unvorstellbare Folge der Mutter-Kind-Trennung im Patriarchat
    • ›Warum hassen sie uns ?‹
    • Die Überhöhung des Mannes im Patriarchat
    • Das Patriarchat ist eine Barbarei, wie sie die Welt davor noch nie gekannt hat

 

›Die Angst vor weiblicher Sexualität ist eine der wichtigsten Triebfedern, die Männer in allen Kulturen dazu veranlasst hat, matriarchale Religionen und Gesellschaftsformen zu bekämpfen.‹ (Gerda Weiler)

Die Angst des Mannes vor der weiblichen Sexualität

Wer Frauen liebt, hat keine Angst vor ihnen

»Die frei über sich selbst verfügende Frau wird geschmäht. Die Begegnung der Geschlechter wird nur um der Nachkommen willen moralisch akzeptiert. Im Patriarchat hat eine Frau schließlich nur noch die Wahl, unterworfene Gattin oder verwerfliche ›Hure‹ zu sein.« (Gerda Weiler ›Ich brauche die Göttin – Zur Kulturgeschichte eines Symbols‹ 1990, S. 75)

»Nach einer Umfrage haben 84 Prozent der deutschen Männer Angst vor Potenzversagen und 88 Prozent Angst vor Frauen.« (Rolf Pohl) Der Sozialpsychologe Rolf Pohl schreibt zur Pervertierung der Sexualität: »Die typisch männliche Gewaltbereitschaft entspringt einer aus Lust, Angst, Neid, Wut und Hass bestimmten unbewussten Einstellung zur Weiblichkeit. Hass und Gewaltbereitschaft gegenüber Frauen ist auch als Ergebnis einer Leugnung und Abwehr der männlichen, auf den weiblichen Körper gerichteten Begierde zu verstehen. Die durch Frauen ausgelöste sexuelle Erregung bestätigt die Abhängigkeit des Mannes und entlarvt die im männlichen Autonomiewunsch enthaltene Idee vollkommener Beherrschung und Kontrolle als wahnhafte Illusion.« (›Feindbild Frau – Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen‹) Für die vom Patriarchat unterdrückten Männer, die sich meist gegen die Unterdrückung machtlos fühlen, ist oft die einzige Möglichkeit sich überlegen zu fühlen, die Frau zu unterdrücken.

Das größte Problem des Patriarchats sind die Frauen
und ihre verdammte erotische Anziehungskraft

Das Begehren, das Frauen in Männern auslösen und die Angst davor ist, was Frauenverächter, Phallokraten und religiöse Sittenwächter beunruhigt und mit Neid, Hass und Rache erfüllt. Musliminnen müssen deshalb ihren ganzen Körper in einen schwarzen Sack stecken und ihr schönes Haupthaar verhüllen, das als Schmuck, Sexual- und Lebenssymbol gilt. Haare können Männer erschrecken. Die Vulva und der behaarte Venushügel erwachsener Frauen ängstigt die Männer derart, dass sich die Frauen ihre Scham rasieren, weil eine unbehaarte Vulva eher zu einem unschuldigen vorpupertären Mädchen gehört und weniger Angst macht.
Lustvolle Sexualität außerhalb der vom Mann dominierten patriarchalen Ehe, sinnliche Körperlichkeit und Erfüllung, sexuelle Aktivität und Freiheit, diesseitiges Glück, das ist es, was die Anhänger der Gott-Religionen als größtes Verbrechen betrachten, verachten, bekämpfen, bösartig karikieren und verdammen. Deshalb sind alle drei monotheistischen Männer-Religionen vom Thema Sexualität geradezu besessen. Auffallend ist aber, dass sie sich da drücken, wo es um das Anprangern, Schmähen und Verurteilen des seelenmörderischen Inzests von männlichen Familienmitgliedern oder um das Aufdecken und Ahnden der sexuellen Gewalt gegen Knaben durch Kinderschänder aus ihren eigenen Reihen geht; da schauen sie weg und schweigen am liebsten!
Nicht die schwerwiegenden sexuellen Verbrechen an Kindern und Frauen, nicht die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Gewalt, Krieg, Raub, Korruption, Habgier, Zerstörung, Folter, Mord, Sklaverei, Armut und Not beschäftigen die frommen Männer, nein, es ist die ganz normale verteufelte Lust der Sexualität, die den Frömmlern buchstäblich den Schlaf raubt. Bis vor kurzem hörte man nie, dass die Kirche ihren klerikalen Brüdern und missbrauchenden Familienvätern ›die Leviten‹ gelesen hätten. Auffallend ist ja auch, dass sich die Kirche noch nie gegen die Verstümmelung der weiblichen Sexualorgane gewandt hat. Ist ja eh gut, wenn die Sündhaftigkeit der Frauen damit eingeschränkt wird, denken wohl die sexuell frustrierten alten Patriarchen.

Erfreue ihr Herz in der Zeit deines Le­bens,
denn sie ist ein nützli­cher Acker für ihren Herrn.
Trenne dich nicht von ihr, lass sie aber nichts entschei­den
und hal­te sie fern von der Macht und zügele sie.
Denn eine Frau ist ein Sturm, wenn sie tun kann, was sie will.

Der ›weise‹ Ptah-Hotep (um 2200 v. Chr.) hätte seine Anweisungen zur Entmündigung der Frau nicht geben müssen, wenn dies dem bis­he­rigen Umgang mit Frauen entsprochen hätte.

Die patriarchale Ehe:
Das probateste Mittel zur Ausbeutung und Entmündigung der Frau

Im Matriarchat lebten Söhne und Töchter im mütterlichen Clan mit den gleichen Rechten und Pflichten. Die Frauen erarbeiteten ihren Unterhalt selbst, waren ökonomisch unabhängig und sexuell genau so frei wie die Männer – was von der patriarchalen Religion als Promiskuität und Hurerei (das betrifft natürlich nur die Frauen!) übel vermerkt wird.
Söhne und Brüder waren Miterzieher der Kinder ihrer Schwestern. Die Väter der Kinder waren nicht bekannt und spielten keine Rolle; sie lebten in ihrem eigenen Mutterclan; man kannte nur die nächtliche Besuchsehe.
Die Ehe, die die Frau unter das Joch des Mannes zwingt, ist eine Erfindung der patriarchalen ›Hochkultur‹. Wie wir schon am ägyptischen Hof und seinem Harem feststellen können, ist die patriarchale Ehe, wie Erich Fromm feststellt, keineswegs eine ›natürliche‹ Einrichtung, sondern hat im Wesentlichen eine ökonomische Funktion. Insbesondere da, wo sie aus gesellschaftlichen, traditionellen oder religiösen Gründen nicht freiwillig eingegangen wird, dient sie der Ausbeutung der Frau und der garantierten und uneingeschränkten Versorgung des Mannes mit Sex. Die patriarchale Ehe entreisst die Frau/das junge Mädchen dem Schutz und der Einflussnahme der mütterlichen Blutsfamilie und liefert sie dem (mehr oder weniger fremden) Mann aus, von dem sie so abhängig, benutz- und dienstbar gemacht werden kann.

›Es ist besser zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren‹ (1 Korinther 7.9)

Die exklusive Nutzung der Geschlechtsorgane der Frau zur Abreaktion des männlichen Triebes wird von den patriarchalen Religionen zur ehelichen Verpflichtung der Frau erhoben, die der Mann – bis vor kurzer Zeit auch noch bei uns – ungestraft auch mit Gewalt einfordern konnte. Von einem Mann kann der ›eheliche Pflichtsex‹ aus physischen Gründen nicht verlangt werden, die Verpflichtung zum Sex gilt nur für die Frau; ob sie damit einverstanden ist oder nicht.
Zur Zeit des Matriarchates wurde eine Liebesbeziehung »nicht mit Ansprüchen auf den ausschließlichen sexuellen Besitz des Partners verknüpft. So wenig es einen ›natürlichen‹ monogamen Trieb gibt, so wenig  gibt es eine auf den ausschließlichen Besitz des Sexualobjektes gerichtete Eifersucht… Das monogame Gefühl ist nicht Ursache, sondern Folge der monogamen Eheinstitution« (Fromm ›Liebe, Sexualität und Matriarchat‹ 1994, S. 98). Aber davon wissen wir kaum etwas oder nur Verzerrtes. Der Sexualforscher Borneman beklagt, dass »die bürgerliche Vorgeschichtsforschung das ganze Thema in geradezu unverantwortlicher Weise vernachlässigt oder missdeutet hat. Für den Bürger drückt Monogamie Ordnung und Sittlichkeit aus, weil nur durch Einehe die Illusion des Vaters erzeugt werden kann, die Kinder seiner Frau seien auch die seinen. [Mit der Analyse der DNA hat sich das seither verändert!] Wenn er nun erfährt, in den matristischen Sippengesellschaften der Vorzeit habe es weder eine Ehe im gegenwärtigen Sinne noch ein ausschließliches Zusammenleben einer einzigen Frau mit einem einzigen Mann Mann gegeben, so folgert er, dass diese Gesellschaften unsittlich gewesen seien und in ›ungeordneten Verhältnissen‹ gelebt hätten. Genau das kann man aber beim schlechtesten Willen den matristischen Gesellschaften nicht vorwerfen. Kaum irgendwann und irgendwo hat es Gesellschaftsordnungen mit höherer Moral gegeben… Monogamie drückt Männerherrschaft aus, selbst wo matrilineare Deszendenz besteht, denn nur der Mann hat ein Interesse daran, dass ›seine‹ Frau sich ausschliesslich mit ihm paare… Deshalb stellt auch das ganze Gerede der bürgerlichen Vorgeschichtsforscher des 19. Jahrhunderts von den ›Weibergemeinschaften‹ der ›Urzeit‹ ein Missverständnis des Kräfteverhältnisses in diesen Sippengesellschaften dar. Wo die Frau der ökonomisch stärkere Partner ist, da sucht sie sich auch ihre Partner aus. (Borneman ›Das Pagtriarchat‹ 1979, S. 79)

In den hart patriarchalen Ländern, in denen die Frau vollständig entmündigt, ihrer Identität beraubt, ihr Wille gebrochen, ihr Selbstvertrauen zerstört und ihre Bildung kaum über das Analphabetentum hinaus gekommen ist, wurde die Zwangsehe zugunsten des Mannes durchgesetzt und wurde (und wird im Islam meist noch heute) zwischen dem Vater des Mädchens und dem Vater des zukünftigen Mannes abgesprochen. Es ist ein Geschäft und eine Übereinkunft unter alten Männern. Die jungen Menschen haben dazu kaum etwas zu sagen, stimmen zu aus ›Respekt‹, einer der wichtigsten Forderungen des Patriarchats, die immerzu und in jedem Fall Respekt vor dem Mann verlangt, die der Mann jedoch keiner Frau und keinem seiner Kinder schuldet! In muslimischen Ländern ist ein Leben als Single kaum möglich; Heirat ist sozusagen ›heilige‹ Pflicht. Der Druck auf unverheiratete Frauen ist durch Staat, Gesellschaft, Familie, Gesetze und Religion in muslimischen und jüdischen Gesellschaften enorm. Patriarchale Propaganda jubelt die Ehe für junge Frauen zur ›Krönung‹ zum absoluten Glücks- und Höhepunkt hoch. Viele junge Frauen glauben das auch bei uns noch! Für einen Tag spielen sie Prinzessin im weißen Kleid, bevor sie ihre Freiheit aufgeben und zur Dienerin des Mannes werden. (Die Scheidungsraten sprechen eine deutliche Sprache!) Ehe und Familie werden besonders von den Kirchen überhöht und sakralisiert, weil der Mann dadurch nicht nur eine Dienerin, sondern auch ein ihm stets zur Verfügung zu stehendes Sexobjekt hat. Dazu wird die Frau durch möglichst viele Kinder ans Haus gefesselt und damit von der Mitsprache und der politischen Macht ferngehalten.

Frauenrechte sind Menschenrechte

Aber die Patrilokalität bei der die Frau an den Wohnsitz des Mannes ziehen muss »ermöglichte es den Männern, Frauen in der Fremde zu isolieren, sie der Unterstützung durch ihre Verwandten und ihrer eigenen Rechte zu berauben. Unter solchen Bedingungen konnten Männer Frauen ungestraft missbrauchen. Je mehr diese Bräuche sich ausbreiteten, desto mehr wurden die Frauen zu Konsumgütern der Männer: Die Männer beuteten sie aus, versklavten sie, zwangen sie zum Konkubinat, zur Witwenverbrennung oder zu anderen Formen des Witwendaseins, die es ihnen ermöglichten, ihren Besitz für sich zu behalten. Indem sie die Frauen ihres Rechts auf Eigentum beraubten, zwangen sie sie zur Heirat als Mittel der Existenzsicherung. Der Kreis der Herrschaft war geschlossen, die Kontrolle total. Erst in diesem Kontext wird eine Form von Herrschaft über den weiblichen Körper verständlich, die nur selten zur Sprache gebracht wird und der- oder demjenigen, der sie zur Sprache bringt, den Ruf der Hetzerei einbringt: die genitale Verstümmelung.« (Marilyn French ›Der Krieg gegen die Frauen‹ 1992, S. 136. s. ›Die Verstümmelung der Mädchen – die Rache patriarchaler Männer‹ und ›Die pharaonische Beschneidung‹)

»Erst in der patrilinearen Familie, in der die Frau als Besitz des Mannes gilt und sich juristisch ganz auf ihn zu beziehen hat, kann es Ehebruch und Prostitution geben.« (Renate Jost ›Gender, Sexualität und Macht in der Anthropologie des Richterbuches‹ 2006, S. 184)

Ungleiches Maß bei Ehebruch

Die ganz besondere Aufmerksamkeit des Patriarchats gilt der sexuellen Treue der Frau. ›Ehebruch‹ war in Frauenkulturen weder für den Mann noch für die Frau ein Ver­gehen, weil es die patriarchale Ehe noch gar nicht gab. Für den untreu­en Ehemann sah das ägyptische Gesetz unter den Pharaonen keine Strafe vor, die untreue Frau aber wurde barbarisch behandelt. Sie wurde lebend den wilden Tie­ren vorgeworfen, ihr Körper zerstückelt und den Hunden oder Schakalen verfüttert; man ertränkte sie im Fluss oder verbrannte sie bei lebendigem Leib. Dass dies bereits im Alten Reich der Fall war – und die Hexenverbrennungen vorwegnahm – vernehmen wir aus den sogenannten ›Wundergeschichten‹ (Brunner-Traut ›Altägyptische Märchen‹ 1989, S. 45):

König Nebka ging damals nach Memphis und veranstal­tete ein großes Festopfer, zu dem er den Vorlese­priester Uba-oner mit sich gehen hieß. Die Frau Uba-oners aber schickte inzwi­schen ihre Dienerin zu einem anderen Mann, mit dem sie einen schönen Tag feierte. Diesem Verstoß ge­gen pa­triarchales ›Recht‹ folgte die Todesstrafe auf dem Fuß: »Der König ließ die Frau Uba-oners zum Schin­danger im Norden der Residenz schaf­fen, ließ Feuer an sie le­gen und (ihre Asche) in den Fluß werfen.

Emma Brunner-Traut, die Autorin, die diese Geschichte nacherzählt, schreibt an ande­rer Stelle:

»Aufschlussreich be­leuch­ten die Rechtsurkunden die hochgeach­tete Stellung der Frau und ihren Schutz. Wir erfahren durch sie farben­reich von den Strafen bei Ehe­bruch und beim Verstoßen der Frau.« (›Die Alten Ägypter – Verborgenes Leben unter den Pharaonen‹ 1987, S. 13) Hat frau da noch Worte!?

Ehebruch bezeichnet der Ägyptologe Schafik Allam (*1928) als die »groß­e Un­tat, die man an einer Frau fin­den kann« und gibt selbst dem untreuen Mann das Recht, sie zu töten. Der gleiche Autor behauptet, und übernimmt damit das 5000 Jahre alte, heuchlerische patriarchale ›Rechtsbewusstsein‹: »Diese Auffassung entspricht dem ersten Zweck der Ehe, legitime Kinder zu er­zeugen; sie bedeutet keine Minderbewertung der Frau, sondern ihre Würde, den Frieden von Haus und Familie zu ga­rantieren.« (Allam LÄ, I, S. 1175) Das ägyptische Heimatland des Autors Allam versinkt im August 2013 in einem bürgerkriegsähnlichen Chaos. Das patriarchale ›Rechtsbewusstsein‹, das die Aufgabe der Frauen auf das Gebären von Kindern und auf den Frieden im Haus reduziert, verweigert ihnen jede erzieherische und politische Mitsprache. Ägypten verroht zusehends in blutigen innerägyptischen Massakern unter unzivilisierten, asozialen und gewalttätigen Männern, die die Frauen verachten; denen man beigebracht hat, jeder Mann sei jeder Frau in jeder Hinsicht überlegen, sei intelligenter, charaktervoller und ›frömmer‹, d.h. anständiger als jede Frau, weshalb er sie unter Kontrolle halten müsse, z.B. durch  Einschüchterung oder die grausame Verstümmelung ihrer Genitalien und nicht selten durch andere körperliche Gewalt.
In matriar­chalen Gesellschaften hatten die Frauen ihre eigene Würde, die ihnen nicht von Männern garantiert werden musste. Und Mütter hatten nicht nur Würde sondern auch mütterliche Macht! Die starken Frauen von damals hätten derart arrogante Ansichten und dreiste Übergriffe niemals geduldet. Sie zivilisierten und sozialisierten ihre Söhne zu respektvollen und gewaltfreien Menschen, mit denen man im Frieden leben konnte. Männer wie Frauen dürften für ihre eigene Würde zuständig gewesen sein und kein Geschlecht musste dafür die Verantwortung stellvertretend für das andere übernehmen. Die Doppelmoral der patriarchalen Gesellschaft dele­giert die Zuständigkeit für Würde, Ehre und Frieden einseitig an die Frauen und befreit die Männer so nicht nur davon, sich selbst ›würdig‹, ehrenhaft und friedfertig zu verhalten, sondern gibt ihnen auch noch das Recht, sich als Richter über die Moral der Frauen aufzuspielen. Auch waren in den matriarchalen Gesellschaften alle Kinder die ›legitimen‹ Kinder der Mutter und nicht will­kürlich verfügbarer Besitz des Mannes; und es gab kein männliches Recht, von ihm als ›würdelos‹ eingestufte Frauen zu töten.
»In einigen Gesellschaften wurden auch Männer wegen Ehebruch getötet, aber nur, weil sie sich am Eigentum eines anderen Mannes vergriffen hatten (einer Ehefrau), und nicht, weil sie mit einer anderen als der eigenen Frau eine sexuelle Beziehung unterhalten hatten. Verheiratete Frauen wurden bei jeder sexuellen Beziehung zu einem anderen als dem eigenen Mann getötet. In allen Gesellschaften hatten die Männer das Recht auf wechselnde Sexualpartner, manchmal auch auf mehrere Ehefrauen, sie konnten sich scheiden lassen, wenn sie es wünschten, und die Kinder gingen in ihren Gewahrsam über.« (Marilyn French ›Der Krieg gegen die Frauen‹ 1992, S. 135 f.)
Patriarchale Männer haben keine eigene Würde und Ehre! Was für ein Eingeständnis. Ihre Würde und Ehre kommt allein von den Frauen. »Frauen ›entehren‹ ihre Familien nicht nur dann, wenn sie sich einer Zwangsehe verweigern, eine Scheidung fordern oder Ehebruch begehen, sondern sogar dann, wenn sie sich ›vergewaltigen ließen‹ oder irgendeinen anderen sexuellen Übergriff ›zuließen‹. Frauen in einer solchen Lage werden oft von ihren Vätern, Ehemännern oder Brüdern umgebracht, manchmal sogar unter der Beteiligung anderer Frauen. Ehrenmorde sollten vielleicht eher als ein kulturelles denn rein religiöses Phänomen betrachtet werden, außerdem sind sie nicht auf die muslimische Welt beschränkt. Die Praxis findet im Islam jedoch besondere Fürsprache, bedenkt man, dass Frauen von dieser Religion expressis verbis als der Besitz des Mannes und Ehebruch als ein Schwerverbrechen gelten. In allen muslimischen Ländern riskiert eine Frau mit einer Vergewaltigungsanzeige, als ›Ehebrecherin‹ ermordet zu werden – sie hat damit zugegeben, außerehelichen Sex gehabt zu haben.« (Sam Harris ›Brief an ein christliches Land – Eine Abrechnung mit dem religiösen Fundamentalismus‹ 2008, S 123) Was im Patriarchat ›Ehre‹ genannt wird, ist nur Eines: Der geschönte Macht-, Kontroll- und Herrschaftsanspruch der Männer über die Ehefrauen, die Töchter und den Clan und der verbissene Kampf gegen den Machtverlust.

›Es ist ein bekanntes Muster misogyner Gesellschaften, etwas, das als essenziell für das männliche Selbstempfinden betrachtet wird, wie beispielsweise die Ehre, mit der Tugendhaftigkeit der Frau zu verknüpfen.‹ (Jack Holland ›Misogynie – Die Geschichte des Frauenhasses‹ 2008)

Die Charakteristiken der patriarchalen Indo-Europäer erkennen wir später auch im eroberten Griechenland. »Wie in allen betont patristischen Gesellschaftsformen fühlt sich auch im alten Hellas der Mann dauernd in seiner ›ehelichen Ehre‹ bedroht. Da die Frau als Besitz empfunden wurde, galt Ehebruch als Diebstahl. Der bestohlene Mann hatte das Recht, sich an dem Dieb entweder durch Entmannung oder durch Todesstrafe zu rächen… Eine Zivilisation die sich in so hohem Masse von innen her bedroht fühlt, kann unmöglich als gesund gelten. Im Gegenteil, wenn die männliche ›Ehre‹ nur dadurch gerettet werden konnte, dass man der Frau die Lust am Leben nahm, dann stand diese Ehre auf sehr schwachen Füßen. Die ausgesprochen voyeuristische, betont sexuelle Form der Bestrafung ›ehebrecherischer‹ Frauen deutet darauf hin, dass der Grieche sich der Griechin gegenüber unsicher fühlte. So erzählt Plutarch, dass man in Kyme die Ehebrecherin auf den Markt schleppte und sie auf einem dazu bestimmten Stein allen Blicken ausstellte. Später ließ man sie auf einem Esel nackt durch die ganze Stadt reiten. Der Ritt endete mit nochmaliger Schaustellung auf dem Stein… In der Oresteia wird Klytaimnestras Plädoyer, ihr Ehebruch mit Aigisthos sei dadurch gerechtfertigt, dass Agamemnon, ihr Gatte, sie seinerseits mit Kassandra und Chryseis betrogen habe, energisch zurückgewiesen. Denn was dem Mann gestattet sei, könne der Frau niemals verziehen werden.« (Ernest Borneman ›Das Patriarchat‹ 1979, S. 221 f.) Diese Ansicht gilt heute noch, nicht etwa als Ausnahme, sondern als Regel. »Odysseus beging Ehebruch mit Kallidike, Kalypso und Kirke, hinterließ in verschiedenen Orten seine ›Gesäten‹, seine unehelichen Kinder, aber tötete die Männer, die seine Frau im guten Glauben, dass er längst tot sei, heiraten wollten, und glaubte obendrein, er habe damit eine große Heldentat vollbracht. Mit den Liebschaften des Mannes hatte die Frau sich abzufinden, sie selber aber durfte nicht einmal heiraten, solange sie keinen Todesbeweis ihres Gatten hatte, selbst wenn dieser zwanzig Jahre lang verschollen war.« (Borneman ibd. S. 223)

Der Kampf patriarchaler Männer gegen die Unabhängigkeit der Frau vom Mann,
zeigt deutlich den unterschiedlichen Umgang von Männern und Frauen mit Macht:

Männer wollen Frauen in totaler Abhängigkeit von ihren Gnaden

Während Männer aus Abenteuerlust, Frustration, Langeweile, Hass, Dummheit, Gier, religiösem Fanatismus, Lust an Gewaltexzessen und am Töten, mit dem Ziel Mörder zu werden in den Krieg ziehen, usw. ist das Motiv der Frauen selbst zu kämpfen Wut und Empörung über die ihnen zugemutete Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung. Männer an der Macht ertragen schlecht, dass unabhängige Frauen, rebellieren und sich wehren. Wie unterschiedlich Frauen gegen Männer und Männer gegen Frauen kämpfen, zeigt ein Beispiel sich wehrender Frauen gegen die Kolonisatoren in Afrika. Brutal wurde gegen autonome, aufständische Frauen vorgegangen, wie etwa der Freiheitskampf der Ibo-Frauen 1929 gegen die englischen Kolonisatoren in Nigeria gezeigt hat, der in die beschämende Kolonialgeschichte Englands eingegangen ist.
Die Anthropologin Helen Fisher erzählt vom mutigen Aufstand der Ibo-Frauen, ›The Aba Women’s Riot‹, gegen ihre Unterdrücker: »Eines Morgens im Jahre 1929 zogen aus den Dörfern im Südosten Nigerias Zehntausende von Frauen mit Farnkränzen im Haar, Asche im Gesicht und Tüchern um die Lenden zu den lokalen Zentren der ›Eingeborenenverwaltung.‹ Dort versammelten sie sich vor den Türen der britischen Kolonialbeamten, schwangen traditionelle Kriegsstöcke, tanzten, verspotteten die Distriktbeamten mit obszönen Gesängen und forderten die Insignien der lokalen Ibomänner, die mit dem Feind kollaboriert hatten. In einigen Fällen brachen sie die Gefängnisse auf, um die Gefangenen zu befreien, in anderen brannten sie die Gebäude der Eingeborenenverwaltung nieder oder rissen sie ein. Doch keinem Engländer wurde ein Haar gekrümmt.
Die Briten schlugen zurück, eröffneten in zwei Zentren das Feuer und töten sechzig Frauen durch Gewehrschüsse. Damit war der Aufstand beendet. Die Briten hatten ›gesiegt‹… Ibo-Männer respektierten die Frauen, ihre Rechte und ihre Gesetze. Für die Briten, die das Land 1900 kolonisierten, waren von der viktorianischen Überzeugung durchdrungen, dass Frauen lediglich Anhängsel ihrer Ehemänner seien, konnten sich emanzipierte Frauen in Machtpositionen nicht vorstellen und schlossen sie samt und sonders von der Verwaltung aus. So verloren die Ibo-Frauen ihre Stimme. »Wie die Ibofrauen von Nigeria waren auch die Frauen in vielen traditionellen Kulturen relativ mächtig gewesen – bis zur Ankunft der Europäer. Manche haben den westlichen Einfluss ohne Machteinbuße überlebt. Viele andere dagegen sind, wie die Ibo, Opfer europäischer Sitten geworden.« (Helen Fisher ›Anatomie der Liebe‹ 1993, S. 271, 272, 275) 60 Frauen bezahlten ihren Mut gegen die Unterdrücker mit dem Tod und ebenso viele mit schweren Verletzungen. (http://en.wikipedia.org/wiki/Aba_Women%27s_Riots). (s. auch ›Die Gräuel der Kolonisierung und Missionierung‹)

›Das Prinzip Mann macht die Weltgeschichte zur Tragödie. Die Unfähigkeit zu gebären, ließ eine Jahrtausende lange Blutspur der Aggression zurück. Solange Männer nicht von Frauen lernen, dreht sich der Planet unter Newborn Christen Machos vom Schlage Bushs dem sicheren Untergang entgegen.‹ (Dieter Meier, Sänger, Filmemacher, Unternehmer und Familienvater, http://www.wgvdl.com/forum2/board_entry.php?id=239037)

Die monotheistischen Religionen spiegeln sich in der frauenfeindlichen Politik und den sozialen Strukturen der Gesellschaft

Am deutlichsten und brutalsten sichtbar ist der Frauenhass heute in den hart-patriarchalen islamischen Ländern. Denken wir nur an das Schicksal der Frauen in Afghanistan, Pakistan, in den Ländern der arabischen Halbinsel und im Maghreb. In seinem Buch ›Gabriels Einflüsterungen‹ schreibt Jaya Gopal ein eindrückliches Kapitel über ›Die Erniedrigung der Frauen im Islam‹. »Im religiösen Leben Arabiens hatten Frauen vor der Islamisierung stets eine bedeutende Rolle gespielt; zum einen verehrte man verschiedene Göttinnen, zum anderen versahen Frauen das Priesteramt – so wurde z.B. auch das Heiligtum in Mekka von einer Priesterin bewacht [möglicherweise auch von der Mutter Mohammeds DW].« Das ist nicht erstaunlich, war doch die Kaaba einst ein Heiligtum der Verehrung der Göttinnen-Trinität Al-Uzza, Manat und Al-Lat und der Frau.

Kaaba bedeutet religionsgeschichtlich und etymologisch ›Vulva‹
(s. ›Das Matriarchat in Arabien‹)

Damals genossen die Frauen großes Ansehen, »man hörte auf sie und befolgte ihre Ratschläge. Niemals hätten Frauen ein derartige gesellschaftliche Anerkennung und Position erlangen können, wären sie gleichzeitig rechtlos und unfrei gewesen. Hochgestellte Araberinnen verfügten über ein beträchtliches Vermögen; sie waren Geschäftsfrauen, wie z.B. Mohammeds erste Frau Khaddidscha, die mehrere Handelskarawanen besaß und Männer zu Geschäftspartnern hatte, oder Asama, die Tochter des Makhramah, die im Parfümhandel zwischen dem Jemen und Medina engagiert war:

Leider haben uns – auch was die soziale Stellung der Frauen betrifft, die moslemischen Geschichtsschreiber der Folgezeit ein nur unvollständiges Bild Arabiens vor der Islamisierung hinterlassen.« (Gopal 2014, S. 244)

Wie alle Geschichtsschreiber schönen und verzerren auch die muslimischen ihre eigene Geschichte. Wie wären diese reichen Händlerinnen möglich gewesen in einem Land, in dem Frauen extrem unterdrückt worden sind. Die Geschichtsverdreher wollen uns glauben machen, Mohammed habe die Stellung der Frau in Arabien verbessert; ein Trugschluss. Solange die hochangesehene Khaddidscha lebte war Mohammed, den man in Mekka für einen Verrückten hielt, geschützt. Nach ihrem Tod musste er aus Mekka fliehen. Mit ihrem Erbe organisierte er seine Armee, die ihm seine Rückkehr und die Verbreitung seiner Ideologie ermöglichte.
Mohammed soll auch verlangt haben, der Kindestötung abzuschwören, doch wiesen die Frauen dies mit der Begründung zurück, dass es »ihm, dem Heerführer, bei dessen Schlachten Blut vergossen wurde, nicht zustehe, den Frauen gegenüber, die Leben schenkten, einen solchen Schwur abzuverlangen; ›Wir haben Kinder zur Welt gebracht und haben sie aufgezogen, aber du hast sie am Tag von Badr getötet‹ (nach Fatima Mernissi ›Der politische Harem‹ 1992, S. 254)« (Das können sich auch christliche Kleriker, die Waffen segnen, und ›Lebensschützer‹, die vom lukrativen Waffenexport ihres Landes profitieren, merken!) »Wir sollten uns hüten«, schreibt Gopal, »Mohammed ›humanistische‹ oder ›moralische‹ Motive zu unterstellen… Anhänger [und Anhängerinnen, besonders europäische Frauen, die zum Islam konvertiert sind und im Schutz unserer liberalen Gesellschaft leben können!] und Apologeten des Islam haben Mohammed immer wieder als revolutionären Wohltäter dargestellt, der sich erstmals in der Weltgeschichte um die Rechte der Frauen verdient gemacht habe. Ganz in diesem Sinne äußert sich z.B. Ameer Ali: ›Dem Meister aber (d.h. dem Propheten Mohammed), der zu einer Zeit als kein Land, keine Regierung, kein Gesellschaftssystem den Frauen irgendwelche Rechte zugestanden hat, ganz gleich, ob diese unverheiratet, Mütter oder Ehefrauen waren, dazu in einem Land, in dem die Geburt einer Tochter als Unglück galt, dem weiblichen Geschlecht Rechte verliehen, die diesem selbst von den zivilisierten Nationen des 20. Jahrhunderts nur widerwillig und unter Druck eingeräumt werden, gebührt der Dank der Menschheit.‹ (›The Spirit of Islam‹ 1961, S. 256). »Etwas vollmundige Worte – im nicht gerade entlegenen Ägypten genossen die Frauen schon dreieinhalbtausend Jahre vor dem Propheten ziemlich genau die gleichen Rechte wie heute in Europa oder den USA, dazu brauchten sie auf den Meister nicht zu warten – aber durch ihn, bzw. seine Anhänger, verloren sie sie wieder bis auf den heutigen Tag. (Allerdings hatte das römische Zwischenspiel, später das christliche, schon kräftig an ihnen geknabbert, aber gegenüber dem islamischen war es doch nur ein Vorspiel gewesen). Was Stärke, Intelligenz und soziale Stellung angeht, ließ Mohammed verkünden, der Mann solle eine Stufe über der Frau stehen, Frauen seien ohne Verstand, der Mann und seine Gebete würden durch die bloße Berührung einer Frau beschmutzt usw. usw. (Gopal ibd. S. 246-248 passim) Diese Aussagen machen es deutlich: Mohammed war offensichtlich wenig frauenfreundlich, was erstaunen mag.

Der Einfluss Mohammeds

Mohammed heiratete nach dem Tod seiner ersten Frau, die etwa 15 Jahre älter war als er, eine Vielzahl von jüngeren Frauen; die Jüngste war gerade mal 9 Jahre alt. Es ist aus diesem Grund nicht leicht seine tiefe Frauenverachtung und Diskriminierung zu verstehen. Mindestens an der Anzahl der Ehefrauen gemessen, könnte man meinen, dass er Frauen ausgesprochen geliebt habe; oder der alternde Mann sei sexuell noch besonders temperamentvoll gewesen. Aber das kann täuschen. Es kann sich dabei auch um eine Kompensation seines frühen Kindheitstraumas gehandelt haben, wobei dem erwachsenen Mann die vielen Frauen Sicherheit, Unterstützung, Trost, Schutz und Hilfe boten, um eine unbewusste Angst vor Liebesverlust, Trennung und Ohnmacht erträglich zu machen.
Was war mit Mohammed geschehen, das eine solche Vermutung begründen könnte?
Seine Mutter übergab ihn nach der Geburt einer Amme aufs Land, wo er bis zu seinem 5. Lebensjahr lebte, bevor er wieder zu ihr zurückkehrte. Wir wissen schon aus den Überlieferungen des höfischen Ägyptens, dass die Kinder nach der Geburt den Müttern weggenommen und Ammen übergeben wurden. Eine Sitte, die wie so vieles andere auch, nach Arabien überschwappte; nicht als Folge von Not oder Befehl, sondern als Sitte und Tradition. Dies widerspricht jeder natürlichen Mutter-Kind Bindung und ist, wie Mütter instinktiv fühlen und intuitiv wissen, jedem normalen Verhalten einer Mutter und ist ihrer gefühlsmäßigen Beziehung zum Neugeborenen fremd. Eine derart frühe Trennung von der Mutter bedeutet für ein Kind immer ein schweres Trauma, das lebenslang als Schmerz und Angst in seinem Gedächtnis und in seinem Körper gespeichert ist. Der mütterliche Clan, der stets zusammen blieb und damit Leben, Sicherheit, Nahrung, Geborgenheit, Liebe, Schutz und ein Gefühl des Urvertrauens, der Zusammengehörigkeit und des Dazugehörens garantierte, war zur Zeit von Mohammeds Geburt auch in Arabien durch den patriarchalen Einfluss Ägyptens und der jüdischen und christlichen Religion betroffen. (s. auch ›Die dramatische Trennung des Säuglings von seiner Mutter: Plötzlicher Kindestod: warum?‹)

Die unvorstellbare letzte Konsequenz der frühen Trennung von Mutter und Kind

›Gesellschaften, deren Kinder und Säuglinge nicht traumatisiert werden, sondern liebevolle und körperliche Zuwendung erfahren, sind ausnahmslos psychisch gesund und gewaltlos!‹ (James W. Prescott ›Ursprünge von Gewalt‹)

Im erwachsenen Mann kann die frühe Trennung von der Mutter, die Mohammed schmerzlich erfahren musste, Wut, Hass und den Wunsch nach Rache (besonders an den Frauen) auslösen, die sich möglicherweise in Frauenverachtung, Diskriminierung oder Gewalt äußert. Diese Gefühle kann der erwachsene Mann kompensieren, im schlimmsten Fall durch das Führen von Krieg. Das erbarmungslose Massakrieren von unschuldigen Menschen, das Wüten der IS-Kämpfer, der Boko-Haram und anderer Fundamentalisten. trifft Frauen ohne Zweifel am schlimmsten; sie werden vergewaltigt, ihre Söhne werden zu Mördern oder Opfern, ihre kleinen Kinder gemordet, ihre Töchter entführt, versklavt und geschändet.

Auch Moses war ein Kind das von der Mutter getrennt, in einem Körbchen ausgesetzt wurde. Er war ein ausgesprochen gewalttätiger Mann, der in Ägypten einen Menschen erschlagen hatte und seine Ideologie von einem einzigen Gott mit Gewaltattacken und Massakern durchsetzte. Er war ein Fanatiker wie die heutigen Fundamentalisten; Fanatiker aber müssen ihre innere Unsicherheit – die eine Folge der frühen Trennung von der Mutter sein kann – durch gewalttätige Überkompensation abwehren.

Kriege werden nicht aus rationalen oder religiösen, sondern aus emotionalen Gründen geführt, aus einem erlittenen Trauma heraus, als Resultat von Vernachlässigung, Entwertung, Härte und elterlicher Gewalt, aus Wut, Hass und Rachegefühlen, aus Mangel an Mitgefühl, aus einer Paranoia heraus, aus einem Bedürfnis nach Größe, Stärke und Wichtigkeit – jedenfalls als Folge eines seelischen Defekts, einer Persönlichkeitsstörung, die im frühkindlichen Alter entstanden ist. Und das hat für jeden Krieg, der je geführt wurde, Geltung.
Auch Mohammed zögerte nicht, immer wieder Kriege anzufachen; wer Krieg auslöst hat kein Gefühl und kein Mitgefühl für die Opfer. Auch bei ihm dürfte der Grund in seiner verletzten Kinderseele, seinem Kindheitstrauma, seiner damaligen Einsamkeit, Verlassenheit, Sehnsucht nach der Mutter, Todesangst, Verzweiflung und Hilflosigkeit, seinem Gefühl des Ausgeliefertseins, seiner Machtlosigkeit, gelegen haben. Vielleicht hatte sein Verlassenwerden in der frühesten Kindheit Depressionen oder Minderwertigkeitskomplexe ausgelöst. Wir wissen nicht, wie es um seine Seele bestellt war, sondern nur das was nach außen sichtbar wurde: »Mohammed führte Kriege zum Ausbau und zur Festigung seiner Macht und versprach den Muslimen die Weltherrschaft. Diese Kriege und das Streben nach der Islamisierung der Welt werden von vielen Muslimen heute als ein Auftrag Gottes verstanden, der auch 1400 Jahre nach dem Tod des Propheten erfüllt werden muss. (Hamed Abdel-Samad, ›Der islamische Faschismus‹, 2014, S. 127)

Nach dem Blutbad der Kriege, nachdem seine Botschaft schließlich akzeptiert wurde und er Anerkennung und Wertschätzung gefunden hatte, wandte er sich den Frauen zu und wurde Ehemann vieler (man spricht von 9 bis 14 und 23) Frauen – einem weiblichen Bollwerk gegen Einsamkeit! So wie als Heerführer auf dem Schlachtfeld hatte Mohammed nun die absolute Macht und Kontrolle über sie im eigenen Haus, die er damals, als Kleinkind im Haus seiner Mutter nicht gehabt hatte. Seine Frauen konnten ihm nicht entkommen, konnten nicht weggehen, konnten ihn nicht verlassen, ihn nicht mit wildfremden Personen alleine lassen, wie seine Mutter es getan hatte. Seine Frauen waren nicht mehr frei, waren mehr oder weniger eingesperrt, mussten ihre Schönheit vor andern Männern bedecken, hatten sich hinter einem Vorhang zu verbergen, wenn Besucher das Haus betraten usw. Es ist aufgrund seiner Gebote, die von den Frauen Gehorsam und Unterwerfung gegenüber den ihnen ›höher gestellten Männern‹ – sogar unter Androhung von Schlägen – verlangte, anzunehmen, dass er dies auch von seinen eigenen Frauen erwartete: totale Unterwerfung. Seine Angst vor dem Verlassenwerden scheint in den Scheidungsgesetzen durch. Während der Ehemann sich durch das dreimalige Aussprechen der Scheidungsformel ›ich verstoße dich‹ gültig scheiden lassen kann, ist die von der Ehefrau gewünschte Scheidung auch heute noch unvergleichbar schwieriger; geradezu sadistisch. Der patriarchale Mann – der seine Frau nicht selten verachtet und schlecht behandelt  – hat offensichtlich große Angst von ihr verlassen zu werden. Gegen die Scheidung – der Frau – wurde von Männern protestiert, moralisiert und polemisiert:

›Von allen Dingen, die erlaubt sind, ist die Scheidung das Verwerflichste in den Augen Allahs.‹ (Sahi Bukhari)

Die einst innige Mutter-Kind Bindung wurde und wird durch die Eifersucht und Macht patriarchaler Männer durchtrennt und zerstört. Dazu verhelfen u.a. die Beschneidungsrituale: Im Judentum wird das Kind am achten Tag durch die Beschneidung gewaltsam in die männliche Gesellschaft übernommen und symbolisch von der Mutter getrennt. Im Islam erfolgt das Ritual der Beschneidung mit etwa acht Jahren, hat aber den gleichen Grund – dem kleinen Jungen wird eingebläut, er gehöre nun zu den Männern, was für ihn eine besondere Auszeichnung ist.

All das wurde uns schon durch die Geschichte der Antike Griechenlands, fast 1:1 übermittelt. In den griechischen Stadtstaaten »konnte sich der Mann von seiner Frau scheiden lassen, indem er sie einfach verstieß. Aber eine Frau konnte ihren Mann nicht verlassen ohne bei einem Magistrat einen Antrag zu stellen, in welchem sie die Gründe für die Scheidung nennen musste. Einerlei wie schuldig der Ehemann war, die Kinder blieben stets bei ihm. Und so war diese Regelung denn auch der eigentliche Grund, weshalb so viele griechische Frauen die schlimmsten Demütigungen ertrugen, ohne einen Scheidungsantrag zu stellen. Jede Scheidung stellt die Frau vor das Dilemma: entweder Ehemann und Kinder – oder nichts. Auch gab der Ehebruch des Mannes der Ehefrau noch lange kein Recht auf Scheidung. Der Ehebruch der Frau gab jedoch dem Ehemann nicht nur ein Recht auf Scheidung, sondern verpflichtete ihn dazu, die Scheidung einzureichen. Tat er dies nicht, verlor er seine Bürgerrechte. So heißt es deshalb auch im Sprachgebrauch der Griechen, dass der Mann seine Frau ›fortschicke‹, die Frau jedoch den Mann ›verlasse‹. Alles was er zu tun hatte, war in Gegenwart von Zeugen die drei Worte auszusprechen: ›Ich verstosse dich!‹ Dann wurde die Frau mit ihrer Mitgift ins Haus ihres Vaters zurückgeschickt.« (Borneman ibd. S. 223) Wir sehen, wie so oft:

Die Vergangenheit ist nicht vorbei!
Das Patriarchat hat sich fest und dreist in unserer Zeit eingenistet.

›Warum hassen sie uns ?‹

»Solange sich die Wut nur auf die Unter­drü­cker in den Prä­si­den­ten­pa­läs­ten rich­tet und nicht auf die Unter­drü­cker in unse­ren Straßen und Woh­nun­gen, solange hat unsere Revo­lu­tion noch nicht ein­mal begonnen.« (Mona Elta­hawy)

«Warum has­sen sie uns?», fragte die streit­bare Jour­na­lis­tin Mona Elta­hawy im Mai 2012 im ame­ri­ka­ni­schen Polit-Magazin For­eign Policy und meinte damit nicht etwa die Ame­ri­ka­ner oder Israe­lis, son­dern die ara­bi­schen Män­ner. Frau­en­feind­lich­keit, ja Hass auf Frauen bestimme die ara­bi­schen und mus­li­mi­schen Gesell­schaf­ten in der gan­zen Region. Und sie zählt die Fak­ten auf: Geni­tal­ver­stüm­me­lung bei 90 Pro­zent der ägyp­ti­schen Frauen, Kin­der­ehen in zahl­rei­chen mus­li­mi­schen Län­dern; lebens­läng­liche Unmün­digkeit der Frauen in Saudi-Arabien. Aber auch in Ägyp­ten müs­sen Frauen die Erlaub­nis eines Man­nes aus der Fami­lie ein­ho­len, bevor sie ver­rei­sen, sich ver­hei­ra­ten oder schei­den las­sen dürfen. Die frau­en­feind­li­chen Struk­tu­ren in den ara­bi­schen Gesell­schaf­ten, die sich in Form von Gewalt und Unter­drü­ckung äußern, seien durch einen tief sit­zen­den Frau­en­hass begrün­det. Dies habe sich auch mit den Revol­ten in der Region nicht ver­än­dert, so Elta­hawy.« (http://neulandmagazin.net/artikel/agyptische-frauen-kampfen-gegen-die-lugen-des-patriarchats/)

Wir Frauen gebären Töchter UND Söhne. Wir lieben beide. Aber warum hassen Männer uns Frauen? Weil sie wissen, was sie uns antun, was sie uns verdanken und schulden würden, wenn sie es zugeben würden.

Die Überhöhung des Mannes im Patriarchat

Nicht erst mit dem Islam findet die Diskriminierung und Unterdrückung der Frau statt. Die Juden danken Gott, dass sie nicht als Frauen geboren wurden, die Christen leugnen die Wichtigkeit der Mütter, indem sie von einem Vatergott dominiert werden und viele ›heilige‹ Kirchenväter geben ihrem Hass und ihrer Verachtung mit brutalen Worten Ausdruck (s. ›Das christlich-patriarchale Feindbild Frau‹) Mohammed hat von diesen beiden Vorläufern patriarchaler Macht und ihrer Vermischung mit Religion gelernt und die Frauenverachtung auf die Spitze getrieben. Hier findet die exzentrische Überhöhung des Mannes statt. Jedem kleinen Bub wird schon eingebläut, dass er jedem weiblichen Wesen weit überlegen sei und natürlich glaubt er das gern. In ihm wird ein Bedürfnis nach sozialer Dominanz geweckt, die von der Religion noch extrem übersteigert und religiös gestützt wird. Doch nun hat der Mann den ständigen Beweis zu erbringen, dass er tatsächlich überlegen ist, ein auswegloser, frustrierender Kampf, den er ständig zu verlieren droht. Er schafft seine neurotische Pseudo-Grandiosität nur durch Arroganz und Unterdrückung, indem er die Frau klein macht, und sie klein hält durch Abwertung und indem er ihr (in den meisten arabischen Ländern) nur eine minimale Bildung zugesteht, was übrigens bei uns bis vor nur hundert Jahren auch noch der Fall war. Der Kampf gegen die Frau ist ein ungleicher Kampf, der mit aller Brutalität geführt wird. Im Tierreich werden Kämpfe um den Rang nur unter Angehörigen des gleichen Geschlechts ausgetragen. Das Patriarchat führt einen ungleichen Kampf; den Kampf des  physisch stärkeren, gegen das physisch schwächere Geschlecht, gegen die Frauen.

Im Westen haben die Frauen unterdessen dank gleicher Bildungschancen mächtig aufgeholt und schon fürchten Vertreter des männlichen Geschlechts den Untergang des Homo Ejaculensis (s. ›Der Untergang des patriarchalen Abendlandes‹ auf der Seite ›Die verheimlichte Urgeschicht‹)

Schon 1981 schrieb die Anthropologin Doris F. Jonas – Jahrzehnte vor dem 11. September und allem, was von Islamisten bis zum heutigen Tag noch kommen sollte: »Das Beispiel an Gewaltsamkeit und Härte der gegenwärtigen islamischen Repression gegenüber dem leisesten Ausdruck von weiblicher Persönlichkeit und Integrität in einigen muslimischen Ländern gibt uns Hinweise genug auf die Kraft und Intensität der zugrunde liegenden männlichen Bedürfnisse. Sie leiten sich in keiner Weise von rationalen Überlegungen her, sondern eher schon von einer Gefühlsaufwallung, einem Gefühl des Angriffs auf die in biologischer Hinsicht ungesicherte Position der Vorherrschaft, die ja tatsächlich gegründet ist auf eine künstliche und daher doppelt repressive Unterordnung der Frau. Allein die Vernünftigkeit verlangt die volle Nutzbarmachung des weiblichen Potentials in jeder nur denkbaren Sphäre, in der eine Frau Kompetenz erreichen und ausüben kann. Rationales Denken würde für sie eine vollgültige Ausbildung und das zugehörige technische Training auf jedem Felde gesellschaftlicher Aktivität fordern. Aber viele ansonsten durchaus vernünftige Männer widerstehen dieser Konsequenz mit ihren innersten Gefühlen und nutzen ihre Hirne nur, um ihren Widerstand rational zu begründen.« (Doris F. Jonas ›Der überschätzte Mann – Die Mär von der männlichen Überlegenheit‹ 1981. S. 175)
Der Islam ist im Westen angelangt. Wie wir sehen, braucht man nicht bis ans andere Ende der Welt zu gehen, z.B. zu den ›Wilden‹ Papua Neuguineas, um die Unterdrückung der Frauen beobachten und dokumentieren zu können (s. beispielsweise in Rolf Pohl ›Feindbild Frau‹). Es gibt auch fürchterliche Beispiele, die uns wesentlich näher sind und uns um so betroffener machen. So ein Beispiel ist Indien, ein zu den ›Schwellenländern‹ gehörendes Land, das aus der Unterentwicklung in ein Industrieland abhebt.
Im Norden Indiens verhalten sich Männer besonders brutal gegenüber Frauen. Auffallenderweise ist dies das Gebiet, das einst, von den aggressiven, verrohten und unkultivierten Indo-Europäern/Ariern erobert wurde und heute vom patriarchalen Hinduismus und seinem Kastensystem gebeutelt wird. Man muss immer wieder feststellen:

Die Vergangenheit ist nicht vorbei!

Wo immer friedliche Länder einst von den patriarchalen Indo-Europäern erobert und beherrscht wurden, und wo immer sich die patriarchalen Religionen durchgesetzt haben, leiden Frauen extrem unter männlicher Macht und Gewalt.

 Das Patriarchat ist eine Barbarei,
wie sie die Welt davor noch nie gekannt hat

»Wohin hat uns schließlich die anmaßende männliche Dominanz geführt, wenn wir von der Befriedigung der männlichen Psyche absehen? In der sozialen Arena hat die Überschätzung des Mannes zur Verweigerung angemessener Bildung und gleicher Chancen für Mädchen geführt, zum demoralisierenden Kampf zwischen den Geschlechtern, zuzeiten an die Auswüchse eines ›Kalten Krieges‹ erinnernd und eine Erniedrigung sowohl der herrschenden wie der unterworfenen Hälfte der Art. Ferner zu einer Zerstörung weiblicher sozialer wie gesetzlicher Rechte in einem Ausmaß, dass die Frau selbst zum Eigentum wurde. Als Eigentum, als Besitz wurde sie zur Zielscheibe von Besitzneid, jener Übertreibung des Triebes territorialen Erwerbs, der tief in die Verhaltenselemente des Mannes eingeschnitten ist. Jener Trieb ist zwar adaptiv unter natürlicher Steuerung, aber kontraproduktiv, wenn er zu ungehemmten Extremen weiter getrieben wird, sei es durch menschlichen Erfindungsgeist, sei es durch die überlegene körperliche Kraft der Männer oder durch das Zusammenwirken beider.
In der psychologischen Arena entstand ungeregelte männliche Vorherrschaft aus dem Gefühl des männlichen Bedürfnisses, sein Dasein vor sich selbst rechtfertigen zu müssen. Das hat der Mann getan, indem er vor der Welt im Ganzen, vor allem aber sich selbst gegenüber die große Wichtigkeit all dessen, was er unternahm, übertrieben hat und zur gleichen Zeit jeden Aspekt weiblicher Funktionen herabstufte, um sich so das Gefühl zu vermitteln, eine lebenswichtige Rolle zu spielen. Im Endeffekt hat dies zu einer derartigen Schädigung des weiblichen Selbstverständnisses geführt, dass – auch in der westlichen Welt – nur wenige junge Frauen noch heute das erforderliche Selbstvertrauen aufbringen, das nötig ist, wenn sie ihr Leben und ihre Begabungen zu vollster Entfaltung bringen wollen. Verständlich genug scheuen die meisten den notwendigen Kampf und wählen den leichteren Weg der Unterwerfung unter die von Männern gezogenen Einschränkungen, die inzwischen eben von allen übernommen wurden. Nicht einmal für die Männer selbst war dieser Drang zu sozialer Vorherrschaft am Ende hilfreich. Nicht einmal die Rücksichtslosigkeit, mit der der Mann sie ausgeübt hat, hat ihn seiner inneren Verunsicherung zur Gänze enthoben. Er braucht noch immer ständige Rückversicherung, neue Bestätigung und die Zurschaustellung seiner ›Überlegenheit‹. Keine noch so überzogene Anwendung von Gewalt kann einen Menschen voll von seiner Superiorität überzeugen, wenn er in seinem Innersten den nagenden Zweifel wahrnimmt, er trage – wie der Kaiser im Märchen – gar keine Kleider.« (Doris F. Jonas ›Der überschätzte Mann – Die Mär von der männlichen Überlegenheit‹ 1981, S. 178 f., Hvhb. DW)

Im Westen hat sich das Blatt, was die Bildung von Mädchen betrifft, gewendet und damit hat sich auch der ihr entgegengebrachte Respekt, ihr Ansehen und ihr Selbstwertgefühl enorm gesteigert. Davor fürchten sich einige Männer!

Vom künstlich erzeugten ›Feindbild Frau‹ (Rolf Pohl) durch das Patriarchat wurde ein Jammern ebendieser patriarchalen Männer über das ›benachteiligte Geschlecht‹ (s. Rolf Pohl ›Männer – das benachteiligte Geschlecht? Weiblichkeitsabwehr und Antifeminismus im Diskurs über die Krise der Männlichkeit‹: http://www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2010/06/pohl-krise-der-mannlichkeit-vorabdruck-2010.pdf.
In Frankreich heult ein gereizter Kinderpsychologe in die gleiche Richtung. Stéphane Clerget ›Nos garçons en danger!. (s. arte 28 Minuten 12.3.2015)
Erst sehr spät erhielten die Frauen in der Schweiz mehr Rechte, 1971 sogar das Stimmrecht! Vergewaltigung in der Ehe ist seit 1992 strafbar und seit 2004 ein Delikt, das auch von Amtes wegen geahndet wird. Jedoch verhindern konservative kleinlich gestrickte Männer noch immer den gleichen Lohn für gleiche Arbeit und die Aufstiegschancen in die Chefetagen müssen gegen den Willen vieler Männer und einiger Frauen mittels Quoten geregelt werden. Freiwillig treten Männer nichts an Frauen ab! Neid, Eifersucht und die Angst vor den Frauen sind bei patriarchalen Männern geblieben.

Eine schreckliche Folge der frühen Trennung von Mutter und Kind ist der plötzliche Kindstod (s. ›Plötzlicher Kindstod: warum?‹ http://www.doriswolf.ch/wolf/wp-admin/post.php?post=11&action=edit

s. auch: ›Der Verlust der Freiheit und des irdischen Glücks im Patriarchat‹ und
Die patriarchale Überwältigung der matriarchalen Welt


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