Rezensionen:

1. Buch: Was war vor den Pharaonen – Die Entdeckung der Urmütter Ägyptens‹ 1994

Ein paar der vielen persönlichen Schreiben auf das Buch (damals gab es noch kein Inernet!)

*Ich fing Ihr Buch gestern an zu durchblicken, denn ich bin wieder am Schreiben. Aber ich merkte, dass ich immer wieder zu Ihrem Text zurückkommen musste. Der Ausmass dieser Gewalt und ihrer Verleugnung deprimiert und rüttelte. Ich musste Ihr Buch in einem ›Schluck‹ zu Ende lesen.
Ich glaube es ist eine äusserst wichtige Arbeit. Ich wünschte ich hätte davon gewusst beim Schreiben meine letzten Buches. Danke nochmals… für Ihr Buch und dafür, dass es Sie gibt.
♂ A.G. (Auslandschweizer)

*Das Lesen hat mir ein neues Gebiet erschlossen: Umgang mit Zorn und Trauer als Aufklärung. Ich wusste das nicht. ♀

*Ich bin begeistert ♀ C.M.

*Wenn ich sage: ›ich gratuliere Dir!‹ dann drückt das weder die Achtung, noch den Respekt aus, den ich beim Lesen gefühlt habe.
…Das ist der Hammer. Vieles habe ich intuitiv erfaßt, die letzten 18 Jahre, doch konnte ich die vielen Puzzleteile nicht zusammenbringen, einfach weil mir Dein Wissen gefehlt hat. Ich danke Dir, dass Du diese gigantische Aufgabe auf Dich genommen hast, zu Forschen und Deine Erkenntnisse zwischen zwei ›Buchdeckel‹ in die Welt zu tragen. Ich schätze Deine klare Sprache und Deinen Mut, Dinge beim Namen zu nennen. Nochmals, in Gedanken ziehe ich meinen Hut, vor Dir und vor Deiner Arbeit. ♀ A.A.

*Bücher sind eingetroffen… ein paar Sätze und ich lese gebannt, als ob alles neu für mich wäre…. Dein Wissen…. Dein Mut, Deine Sprache… die ironische Art, hier schreibt eine Frau mit allen Facetten… ich werde kein Wort auslassen, um ja nichts zu versäumen… in alter Bewunderung ♀ H.M.

*Besten Dank für Ihre eindrückliche Dokumentation der häßlichen Gewalt vieler Männer gegen unzählige Frauen. Wenn ich in der Rekonstruktion einzelner Dokumente mit Ihnen auch nicht einig bin, so ist das Anliegen doch mehr als berechtigt. ♂ O.K.

*Es hat mir große Freude gemacht, Dein neues Werk zu lesen. Und ganz ehrlich: ich bewundere Deine Ausdauer – und nicht allein das. Du hast tatsächlich eine rein sachliche – sehr gut aufgebaute und zügig durchgeführte – Arbeit verfaßt. Ich weiß, wie viel Mühe, Konzentration und Arbeit das gekostet haben muß. Es ist gut geworden, maximal! … Ich lobe Dich nicht aus Freundschaft, sondern nur, wenn ich etwas wirklich gut finde. Und das gilt für Dein Werk.
Es enthält so viele Erkenntnisse und so sorgfältige Recherchen, dass es sich durchsetzen wird.
Nach Deiner Arbeit kann niemand mehr das vor-pharaonische Ägypten einfach ausklammern, um dann das pharaonische so unrealistisch – und bösartig zu preisen. Danke dafür. Wenn ich selbst an dieser Stelle meiner Arbeit angekommen sein werde, brauch ich nur noch Verweise zu machen auf das was Du recherchiert hast. ♀ V.A.

*Ich lese jeden Abend in Ihrem Buch und lerne viel dabei. Aber meine Hoffnung, dass sich zu meinen Lebzeiten durch die Aufdeckung der Lügen noch etwas verändert, schwindet, je älter ich werde. Herzliche Grüße von ♀  A.M.

*Leider war ich die letzten Tage zu beschäftigt, um Dir zu schreiben wie super gut ich Dein Buch fand. Zugegeben, es ist voll Mord und Totschlag und voll von ›schlechten Nachrichten‹ und daher wird sicher nicht jedefrau und jedermann es fantastisch‹ finden … aber das ist es!  ♂  R.C.C

*Ihr Werk ergänzt die Frauengeschichte höchst relevant; ein umfassendes, hoch
engagiertes Buch, das wichtig ist, hoffentlich auch Eingang findet in die
Frauenhistorie – in die Medien und die Vorlesungen.
Sie haben hier ein Stück Herstory aufgearbeitet, für das ich Ihnen im Namen
der Frauen danken will.
Ich habe Ihr Buch zur Empfehlung monatelang aufgelegt. ♀ S. A. B.

*gestern habe ich das buch erhalten… ich bin erst auf seite 57, aber schon die ersten paar seiten strömten eine ganz spezielle energie auf mich aus. ganz, na wie soll ich es schreiben, beeindruckt mit einem leichten nervösen unterton, da ich es nicht lassen konnte, zwischendurch querzulesen, ahne ich bereits, was man uns frauen genommen hat. beeindruckt bin ich, dass sie sich der ganzen patriarchalen welt entgegenstellen. ich werde das buch minuziös lesen. ich verstehe aber jetzt bereits, was sie meinten, als sie schrieben, dass sie es für uns frauen geschrieben haben. ich spürte während des lesens diese urkraft meiner eigenen gemalten bilder! ich wünsche ihnen großen erfolg mit diesem tollen buch, das mich sicher lange begleiten wird. In diesem sinne möchte ich mich nochmals herzlichst bedanken. ♀ F.H.

*Ihr Buch ist wohlbehalten angekommen, und ich lese es mit großer Spannung! Ich bin zwar eine Laiin auf diesem Gebiet, habe aber schon viele Bücher von Matriarchatsforscherinnen gelesen. Bitte forschen Sie weiter. Es ist so schön, eine Geschichte zu haben, in der ich aufrecht gegangen bin! J.B.Z

Überall wird Dein Buch als  d a s  Buch – ich möchte mal sagen, gefeiert, begrüßt, erwähnt, was auch immer. Dein Buch wird noch viele, viele Jahre d a s Buch sein bzw. nach und nach werden. ♀ U.M.

*IHR Buch! Ich lese seitdem ich es erhalten habe jeden Abend darin. Ich bin jetzt beim vierten oder fünften Durchlauf. Es hat mein ganzes Weltbild und mein Lebensgefühl verändert – zum Positiven und hin zu einer unglaublichen kritischen Wut. Zu mehr Verständnis meiner Selbst: dessen, was ich eigentlich tue – in meinem Leben, mit meinen Kindern. ♀ I. A.

*Ihr Buch ist – ja entsetzlich, notwendig, wichtig und braucht Milliarden Leser. Zufällig habe ich vor dem Lesen gerade einen Essay über die Machos geschrieben, ich bin ja Maler und Theaterfritze und kein Wissenschaftler, habe auch nicht die Geduld. Ich schicke Ihnen das auf Deutsch im Anhang…
Vielen Dank für Ihre Arbeit ♂ G.L.

*Angeregt und nachdenklich
Sehr geehrte Frau Wolf, vielen Dank für die elektronische Übermittlung Ihres ersten Ägyptenbuches: ›Was war vor den Pharaonen – Die Entdeckung der Urmütter Ägyptens‹ 1994
Die Lektüre war äußerst interessant. Ein sehr elegantes Buch.
In jedem Absatz konnte ich mich an Ihrer begeisterten, gut fundierten und belegten  Recherche erfreuen.  Die Lektüre erfordert einigen Mut.
Das sich ergebende Gesamtbild ist erschreckend. Obwohl ich durch die Lektüre von zwei Büchern der Maria Gimbutas von der vermuteten kaukasischen Invasion wußte, ist die genaue Schilderung der Religionsneukonstruktion, der Gewalt, der Lügen erschütternd und im Hinblick auf die gegenwärtigen Gräueltaten an Frauen und Kindern noch schwerwiegender.
Ihr Buch trägt zu einem wesentlich klareren Blick auf die weibliche Geschichte bei. Kann uns gelingen, unsere „prähistorische“ Geschichte vollständig zu erhellen und für unseren hoffentlich noch offenen weiteren Weg zu nutzen?
Mail von ♀ A.S. vom 4.1.17

2. Buch: ›Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens‹ 2009  Rezensionen bei Amazon

*Aufklärend und engagiert
Von Dr. Harald Specht am 13. August 2016
Rezension zum Sachbuch: „Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens“ von Doris Wolf
Bereits 1994 war Wolfs Sachbuch „Was war vor den Pharaonen – Die Entdeckung der Urmütter Ägyptens“ erschienen, das 15 Jahre später auch in einer überarbeiteten und erweiterten Fassung im DEWE Verlag Zürich unter dem Titel „Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens“ zurecht eine Renaissance erlebte. Reiseerlebnisse und Arbeiten über die prähistorischen Muttergottheiten im Nahen Osten (z.B. M. Stones „When God Was a Woman“) führten die Autorin zu eigenen intensiven Untersuchungen über die frühen Anfänge der Nilkultur und die Ursprünge der Frauenrolle in einer genuin weiblichen Kulturphase. Als Resultat jahrzehntelanger Forschungen legt die Autorin mit ihrem Buch eine tiefgründige Analyse der ägyptischen Geschichte und Gesellschaftsstruktur vor, die vor allem den Übergang zu den sogenannten „Hochkulturen“ und speziell den „Pharaonenreichen“ Altägyptens markiert. Das im Untertitel bescheiden als „eine Kriminalgeschichte“ charakterisierte Werk ist aber mehr als ein historischer Abriss und oft ganz anders, als man es von vielen anderen Ägyptenbüchern, Pyramidenbeschreibungen oder prachtvoll bunten Fotobänden der klassischen Ägyptologie kennt. Es ist auch die detaillierte Abrechnung mit dem so oft gepriesenen zivilisatorischen Aufschwung, der verfälschend als „männliche Kulturleistung“ von der patriarchal geprägten Wissenschaft und Theologie vereinnahmt wurde und bis heute auch von zahlreichen Experten so beschrieben wird. Wolfs historischer „Kriminalbericht“ verdeutlicht daher auch detailreich, wie es zur Unterdrückung des Matriarchats kam, was Gewalt und menschenfeindliche Theologie bewirkten und wie bis heute tradierte Mythen die historisch wahren Sachverhalte beschönigen. Wolfs Buch ist daher in erster Linie ein beeindruckendes Plädoyer für die Anerkennung „weiblichen Wirkens, weiblicher Politik, weiblicher Wissenschaft, weiblicher Spiritualität, Religion und Kunst“ (Klappentext), stellenweise im Stil einer erfrischend offensiven Argumentation gegen die einseitigen Darstellungen der patriarchal verengten Geschichtsschreibung. Dennoch ist Wolfs Darstellung nicht etwa ein Rundumschlag im Stile des modernen Pseudofeminismus, sondern umfassende Literaturrecherche, exakte Analyse und ergebnisreiche Zusammenführung zahlreicher Einzelfakten zu schlüssigen Thesen. Dass das Resultat eingefleischten Nur-Ägyptologen nicht immer gefällt, zeigen die teils fragwürdigen Kritiken einiger Experten (vgl. z.B.: öffentliche Diskussion mit Thomas Schneider, Weltwoche 1994)*. Ein ähnliches Schicksal traf aber auch andere prominente Ägyptologie-Außenseiter und Autodidakten wie etwa R. Bauval (Orion-Korrelations-Theorie), den Geologen J. A. West (Erosions-Hypothese) oder R. Gantenbrink (Pyramidenschächte). Derartige Kritik sollte die Autorin also nicht stören, ist doch ihr Buch dadurch auch ein Beitrag gegen Wissenschafts- und Autoritätsgläubigkeit sowie ein Plädoyer für die Redlichkeit und die Unbefangenheit der Forschung.
In 10 Kapiteln untersucht Wolf umfassend und sachkundig den Werdegang von der matriarchalen Kultur der Alten Welt über die Eliminierung der Frau aus der Geschichtsschreibung und Verklärung der ägyptischen Geschichte hin zur vollkommen männlich dominierten modernen Gesellschaft und deren Historienschreibung. Dabei gelingt es der Verfasserin meisterhaft, aus archäologischen Einzelbefunden und ungezählten Fakten ein komplexes Bild der Gesellschaftsentwicklung aufzuzeigen und immer wieder auch wichtige zivilisatorische Fragen zu verallgemeinern. Dies betrifft etwa die Themen von Krieg und Frieden, die Unterdrückung in frühen Sklavenhaltergesellschaften oder die destruktive Rolle von Priestertum und Theologie. Wolfs Buch ist deshalb neben dem Sachbuch mit seinen fachlichen Aspekten gleichermaßen ein Ausweis gegen die Menschenfeindlichkeit der antagonistischen Klassengesellschaft. Engagiert in der Formulierung und mutig in der Wort-wahl sind Wolfs Schlussfolgerungen daher immer auch von persönlicher Betroffenheit und einem klaren humanistischen Standpunkt geprägt. Gegenüber vielen Sach- und Fachbüchern des Mainstreams wirken Sprache und Klarheit der Aussagen geradezu erfrischend. Wolfs Feststellungen sind eindeutig formuliert, geradlinig in ihrer Absicht und konsequent bis ins Detail. Kompromisslos daher auch ihre Schlussfolgerungen.
Eine ihrer wichtigsten Ergebnisse betrifft die Epoche vor den Pharaonenreichen. Eindeutig identifiziert sie die indigenen Ägypter als Afrikaner, deren Mutterland durch Einwanderer und vor allem Eroberer zu jenem Reich der patriarchalen Machtstrukturen und Pharaonendynastien wurde, deren Geschichte heute fälschlich unter den Begriffen Zivilisation und Hochkultur subsummiert werden. Besonders brisant ist hierbei die immer wieder diskutierte Frage, ob sich diese „Hochkultur“ plötzlich und unvermittelt ohne äußere Einflüsse im Niltal entwickelte (These der Isolationisten) oder Menschen aus der zentralasiatischen Steppe des Ostens durch Handel, friedliche Infiltration oder vor allem durch Eroberung und Unterdrückung diesen auffälligen Kulturwandel hervorriefen. Wolf Ergebnisse zu dieser Frage sind eindeutig. Ohne den spannenden Exkurs ihres Buches hier auszubreiten und die Resultate vorwegzunehmen, sei der Leser hier auf eine besonders anregende Lektüre eingestimmt. Mittlerweile hat sich auch die klassische Fachelite dazu durchringen können, einer „engen Vernetzung Altägyptens“ mit Nachbarkulturen zuzustimmen, wodurch das „früher verbreitete isolationistische Modell“ mehr und mehr obsolet wurde. Fakten dafür bringt Wolf zuhauf, wie allein die überzeugenden Beispiele zum Sachverhalt „Aratta“ belegen. (So gleicht ein Teil der in Stein geschnittenen Gebrauchs- und Kunstge-genstände, die im Nilland ausgegraben wurden, in Fertigungstechnik und Dekor iranischen Funden, obwohl die Steinschneidekunst in Ägypten zu dieser Zeit nicht bekannt gewesen sein dürfte.)
Besonders interessant sind dabei auch zahlreiche etymologische Beispiele (z.B. für Osiris, Ari, Nut oder Chef), die uns Erklärungen sowohl für verhängnisvolle Falschinterpretationen als auch für das Verständnis der wirklichen Zusammenhänge geben können. Neben den naturgemäßen Auswirkungen der Sprachentwicklung (wie etwa des Lambdazismus = L-R-Wandel) sorgten aber auch immer Expertendeutungen, bewusste Uminterpretationen oder schlicht Missverständnisse für philologisch-linguistische Fehldeutungen.
Wie es zum Umbruch in Ägypten kam, welche Rolle die Wirtschaftsform (Sammler, Jäger, Viehzüchter) und das Verhältnis von Mann und Frau sowie die Religion dabei spielten, wird in den folgenden Kapiteln eingehend untersucht. Die Auswirkungen des rassistischen Klassensystems, der religiösen Doktrin des göttlichen Königtums sowie der Versklavung und Militärgewalt werden dabei ausführlich behandelt. Zahlreiche Abbildungen unterstützen die Argumentationen der Autorin dabei. (Dass einzelne Bilddeutungen durch den Leser nicht immer in gleichem Maße nachvollziehbar sind, liegt vermutlich einerseits am Zustand der oft prähistorischen Malereien und andererseits an fehlendem Kontext oder mangelnder Sachkenntnis des Lesers.)
Die zweite Hälfte des Buches (etwa ab Kapitel 6) ist vor allem der Herausbildung der Pharaonenherrschaft und deren Kampf gegen die Reste matriarchaler Kultur vorbehalten. Ausführlich untersucht Wolf hier die drastischen Folgen der patriarchalen Herrschaft für die Frauen in ihren gesellschaftlichen Positionen sowie die Auswirkungen des Patriarchats auf Ehe und Nachkommenschaft (so etwa auf die Zurückdrängung der Königinnen-Rolle oder die Zunahme der grausamen Sati-Morde).
Der Kampf gegen die Religion der Großen Göttin als Prozess der Mythenbildung bis hin zur Herausbildung des Christentums und dessen schändlicher Verfolgung der Frau (Beispiel Hexenverbrennung) sowie ein Kapitel über die Rolle der religiösen Mythen im Zuge der patriarchalen Machtnahme schließen Wolfs interessante Betrachtungen über den Kampf gegen die Weisheit der matriarchalen Urkultur ab.
Ein Anhang samt Rückbetrachtung zur Rezeption des Wolfschen Forschungsgegenstandes, ausführlichem Register (Verzeichnis der Abkürzungen sowie Literatur-und Quellenliste) und Zeittafel runden das informative Werk aus dem DEWE Verlag ab, das jedem zu empfehlen ist, der sich für Archäologie, Geschichte, Religionsphilosophie, Soziologie und Ethnologie interessiert und den „Rückgriff auf den Matriarchatsbegriff“ nicht als ungeeignetes Mittel „für die Erforschung von sozialen Systemen“ (Wikipedia) ablehnt.
H.S. 8/2016

*5,0 von 5 Sternen
Autonome Geschichtsschreibung ohne Maulkorb
Von Rapunzel am 28. August 2016

Ihre Position außerhalb der etablierten Geschichtswissenschaften versetzt Doris Wolf in die Lage, den bei Spezialisten häufig vorkommenden Tunnelblick auf ihr begrenztes Fachgebiet zu vermeiden und stattdessen vielfältige Forschungsergebnisse unterschiedlichster Disziplinen miteinander zu kombinieren und interessante wie neuartige Hypothesen daraus abzuleiten. Als unabhängige Querdenkerin hält sie sich nicht an vorgegebene Denk- und Interpretationsverbote wie beispielsweise die jahrzehntelange „verordnete“ Gimbutas-Ächtung, wobei ja neuere und neueste Forschungsergebnisse in weiten Teilen Gimbutas‘ Theorien wieder stützen.
Nebenbei deckt Doris Wolf in ihrem Ägypten-Buch Vorgehensweisen und Machenschaften der hierarchisch strukturierten und interessengebunden agierenden Geschichtswissenschaften an konkreten Beispielen auf. Ihre autonom gewonnenen und sehr gut nachvollziehbar dargestellten Schlussfolgerungen im Bezug auf das Leben im Ägypten vor den Pharaonen bereichern – auch bei unterschiedlichen Positionen in Detailfragen- auf jeden Fall die Palette der Diskussionsansätze und liefern mögliche Erklärungen zu bislang offenen Fragestellungen. Letztere sollten Einzug halten in populärwissenschaftliche Fernsehsendungen zum Thema sowie in den Geschichtsunterricht.

*5,0 von 5 Sternen
Spannend wie ein Krimi
Vonkogam 27. August 2016

Ich hatte dieses Buch schon früher (vor Angebot bei Amazon) bestellt. Der Inhalt ist, obwohl nach Durchstudieren des Gilgamesch Epos die Rolle der Frau als Macht- und Kulturfaktor nicht ganz neu rüberkommt, in seinem Detailreichtum mehr als nützlich. Gerade jetzt, wo die Spannungen zwischen den Geschlechtern durch Ideologie und Religionen immer weiter verstärkt werden, kann ein Blick in die Vergangenheit notwendig werden. Für jeden, der politischen Feminismus auf der einen und fundamentalen Islam distanziert betrachtet, ein wichtiges Buch

*5,0 von 5 Sternen
Geschichte wird wieder vom Kopf auf die Füße gestellt
Von Gisela Weber am 26. August 2016

Wie schon die Vor-RezensentInnen, möchte ich mich auch der positiven Bewertung des Buches „Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens“, anschließen.
Es wird eine zwingend-erforderliche Äquivalenz zur herkömmlichen patriarchalen Geschichtsschreibung hergestellt, die für mich von existenzieller Bedeutung ist im Hinblick auf die derzeitigen weltweiten Negativ-Auswirkungen patriarchaler Direktiven.
Als Laie habe ich Geschichte einerseits, im Wesentlichen, als Blutspur von Kriegen und Eroberungen und andererseits, als Demonstration patriarchaler Gigantomanie erfahren und eine regelrechte Aversion gegen Geschichte entwickelt. Das Buch von Doris Wolf hingegen bedeutet eine wahre Erlösung aus den Zwängen patriarchaler Geschichtstheorien und Geschichtsschreibung, weil Doris Wolf nach Urkulturen forscht und nicht nach Eroberungskulturen.
Das heißt, sie stellt Geschichte wieder vom Kopf auf die Füße. Denn Eroberungen konnten/können nur stattfinden, wenn es bereits vorhandene Kulturen gab/gibt.
Mit akribischer und wissenschaftlicher Genauigkeit wird die Patriarchal-Historie aufgearbeitet, mit einer Vielzahl von Beweisen, Quellen und Abbildungen archäologischer Befunde korrigiert und Geschichte wird auch, selbst einem Laien, verständlich und zugänglich gemacht.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen und meiner Meinung nach, gehört ein solches Buch in den Schulunterricht und sollte Gegenstand historischer Bildung sein.

Buch erhältlich bei: doriswolfatdewe-verlagdotcom

*5,0 von 5 Sternen
„Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriachalen Urkultur Ägyptens“ von Doris Wolf, DEWE Verlag. Von Gudrun Sahlender-Wulf am 21. August 2016

Auf dieses Buch habe ich lange gewartet – es ist überfällig, sich mit diesem, im wahrsten Sinne des Wortes „not – wendigen“ Thema zu befassen.
Es ist zu offensichtlich, dass wir nun im (hoffentlich) auslaufenden Patriachat leben. HJ Maaz schrieb „Die narzistische Gesellschaft“, vor ihm sprachen Alfred Adler von der neurotischen – und Fritz Riemann sogar von der schizoiden Gesellschaft. An den Börsen zocken Machthaber ohne jegliches Verantwortungsgefühl und ohne persönliche Konsequenzen zu übernehmen. Früher gab es noch ein Verursacherprinzip –
Und in der Politik werden wieder die Kriegstrommeln gerührt.
Von „Zehnjährige aller Altersstufen“ hatte Max Frisch gesprochen.
Ich bin 75 Jahre alt, KInder- und JugendlichenPsychotherapeutin – die Not ist so gross, wie die langen Wartezeiten zeigen. Man kann überhaupt nicht mehr da gegenan therapieren – ein Paradigmenwechsel steht an.
Angst wird wieder geschürt – und Menschen, die Angst haben, sind leicht zu manipulieren, ist das gewollt ? Es tobt ein „child-care-war“ in der heftigen Diskussion um die Rolle der Mütter und Väter. Viel Geld ist plötzlich da für die gesetzlich verordnete Krippenerziehung der unter Dreijährigen. Arno Gruen sieht in seinem letztem Buch „Wider den Terrorismus“ als einzige Möglichkeit die Stärkung der frühen Bindung:
„Nur so können demokratische Gesellschaften Bestand haben: indem sie die wahren Bedürfnisse von Menschen erkennen und ernst nehmen, indem sie Kindern eine wahre Kindheit ermöglichen, die sich an eigenen empathischen Wahrnehmungen und Bedürfnissen orientiert. Das ist die Rettung für die Menschheit. Die Zeit drängt.“
Um nach vorne zu gucken, müssen wir erst einmal den Blick zurück wenden, zu unseren Wurzeln, um gemeinsam mit echten, beziehungsfähigen Männern eine neue Kultur zu entwickeln. Hans-Joachim Maaz hat dazu gerade eine Stiftung gegründet mit dem schönen Titel „Beziehungskultur“
Es gibt viel zu tun und zu entdecken – und es macht Freude!
Gudrun Sahlender – Wulf, Ki-Ju-Psychotherapeutin in Oldenburg

*»Ihr Buch ist eine Offenbarung , eine geballte Ladung Wahrheit über den unsäglichen Schmerz aller Frauen der Welt und auch der Großen Mutter, der Natur, deren Kapital die Männer noch heute reich macht und zu wenige dankbar wie respektvoll damit umgehen.
Ihr Buch ist eine mutige Arbeit, die klare Wahrheit vermittelt und das Puzzle zusammensetzt wie solche Gewalt überhaupt auf der Welt geschehen konnte. Dennoch ist es ein Pionierposten die Frauenwahrheiten und Frauenheilung zu veröffentlichen und die schreckliche Wahrheit dahinter, ohne in Männerhass umzuschwenken. Denn auch der Mann wurde von den Priestern manipuliert. Seine Rolle war natürlich sicherer. Aber auch er hatte Zwänge und durfte er aufrichtig lieben?
Ich danke Ihnen für Ihre Arbeit und werde Ihr Buch weitergeben, um dazu beizutragen, dass die Wahrheit sich offenbart. Möge die Große Mutter Sie segnen und schützen in Ihrem Wirken in der Welt. Alles in Liebe« Marla Faun 28.4.2017

*5,0 von 5 Sternen
Die Urgeschichte erhellt das Heute Von Amazon Kunde am 15. August 2016

Doris Wolfs Buch « Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens» ist unbedingt lesenswert.
Ich als Laie bin froh, eine andere Geschichte lesen zu dürfen, als diejenigen, welche ich in der Schule vorgesetzt bekommen und als wahr geglaubt habe. Das Buch hat mir die Augen geöffnet und mir erlaubt, auch die heutige Welt mit wachen Blick als das zu sehen, was sie immer noch ist: eine patriarchale Welt, in der patriarchale Männer (und Frauen) das Sagen haben – nichts gelernt in den letzten paar tausend Jahren.
Darum ist das Buch so wertvoll: es zeigt eine Gesellschaft, welche einst anders war, fähig in Frieden miteinander zu leben. Das gibt Hoffnung, dass es auch heute anders sein könnte.
Das Buch ist aber kein Märchen. Es ist bestens recherchiert und dokumentiert und tief fundiert. Sehr dichte Sprache, jeder Satz enthält Information. Die Bilder helfen zum Verständnis, und wenn man bereit ist, richtig hinzuschauen, ergeben sich plötzlich andere Erkenntnisse und andere Blickwinkel.
Es hat Spass gemacht das Buch zu lesen. Nicht der Inhalt – der ist tiefernst und oft nur in kleinen Happen verdaubar. Nein, Spass gemacht, weil es auch für Laien gut verständlich geschrieben und absolut fesselnd zu lesen ist.
Das Buch ist ein Muss. Zudem ist es in ganz Europa erhältlich unter doriswolfatdewe-verlagdotcom. Es kostet 25 Fr./Euro inkl. Porto und Verpackung. doriswolfatdewe-verlagdotcom  (doriswolfatdewe-verlagdotcom)  .

*Rezension von Thomas Schroedter
Kulturwissenschaftliche Fakultät der Universität Paderborn

Doris Wolf und die alten Ägypter Radio Paderborn 04.01.10, 16:13 Uhr. http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=31147

Das Script zum herunterladen:
Schon 1994 räumte Doris Wolf in einem Buch mit dem Mythos auf, unsere neuzeitliche ›Hochkultur‹ sei durch die Vorherrschaft des Patriarchats erst möglich geworden. In ihrem Werk stößt Doris Wolf die heroisierten Ägyptischen Dynastien von ihrem Sockel und wirft einen frischen Blick auf die gar nicht so isolationistische Geschichte Ägyptens. In dieser Besprechung ihres neuen Buches ›Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens‹ werden ihre Forschungsergebnisse vorgestellt, wie die patriarchale Ignoranz der etablierten Forschergemeinde vielerlei Funden gegenüber.

Hallo die Buchvorstellung für den Dezember 2009 führt uns nach Ägypten. In eine Zeit als die Pharaonen die Macht übernahmen. Es ist keine Belletristik die wir heute vorstellen obwohl es zum Teil schauriger als ein Krimi ist und blutiger als mancher Kriegsroman. Doris Wolf heißt die Autorin und Thomas Schroedter hat ihr Buch ›Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens‹ für Sie gelesen.

Seit Verhaltensforscher wie Konrad Lorenz der menschlichen Natur eine angeborene Aggressivität anhefteten und Genforscher diese im Erbgut des Homo Sapiens ausfindig machen wollen, scheint klar: Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf. Darüber hinaus hält sich immer noch das Bild des keulenschwingenden Urmenschen in den Köpfen vieler, obwohl dies Bild dankenswerter Weise aus den Kinder- und Jugendbüchern seit den 90ern verschwunden ist. Der griechische Philosoph Herakilit von Ephesus der im fünften vorchristlichen Jahrhundert den Krieg zum Vater aller Dinge erklärte unterstrich dabei vielleicht ungewollt die Verkettung von Patriarchat und Krieg.

Ein Bild hält sich bis heute hartnäckig in Wissenschaft und Alltagsverständnis: Erst das Patriarchat sei in der Lage gewesen, sogenannte Hochkulturen zu schaffen. Die Menschen wären vielleicht ohne Krieg und Steuern ausgekommen, aber dafür hätten sie auch auf alle Annehmlichkeiten der Zivilisation verzichten müssen. Doris Wolf hat bereits mit ihrem Buch ›Was war vor den Pharaonen – Die Entdeckung der Urmütter Ägyptens‹ mit diesem Mythos 1994 aufgeräumt. Der Aufschrei der Ägyptologen, die sich in der Regel mit dieser Zeit überhaupt nicht beschäftigen, war groß. Dies lag wohl daran, dass der Angriff auf diesen Mythos ihr Geschichtsbild ins Wanken brachte, aber wohl auch an der Tatsache, dass Doris Wolf nicht über einen formalen Abschluss als Ägyptologin verfügt.

Nun hat die Autorin nachgelegt. ›Der Kampf gegen die Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens‹. Dies ist nicht nur eine überarbeitete und erweiterte Neuauflage ihrer früheren Forschungsarbeit, sondern auch eine gekonnte Abrechnung mit ihren Kritikern. Auf über 300 Seiten werden Forschungsergebnisse lesbar präsentiert und durch reichhaltig Illustrationen veranschaulicht. Dabei rücken zum Beispiel die Frauen als Heilkundige, als Schreiberin oder Künstlerin in den Mittelpunkt. Die Jagd als Macho-Pläsier und die Feldzüge und Massaker der Eroberer, die nicht nur ungeheure Menschenopfer forderten, sondern ziemlich erfolgreich die vorangegangenen Kulturen ausradierten, sind die andere Seite dieses Blickwinkels auf die Ursprünge auch unserer Kultur.

Die Urgeschichte Ägyptens wird insgesamt von dem größten Teil der Ägyptologen vernachlässigt, was Doris Wolf auf die Fixierung der von Männern dominierten Forschung auf die patriarchalen Gesellschaften zurückführt. An einem Mangel an Funden kann es – trotz der Zerstörungswut der patriarchalen Herrscher – auf keinen Fall liegen. Allerdings spielen die schriftlichen Zeugnisse bei dieser Forschung eine wesentliche Rolle. Unsere auf der buchhalterischen Schrift Mesepotamiens basierende Schrift, hat zu den Symbolen früherer Zeugnisse, die Marija Gimbutas seit Mitte der 70er Jahre zu entschlüsseln sucht, keine Beziehung. Diese fehlende Beziehung macht es den Forschenden leicht, solche Kulturgüter zu ignorieren. Ein wesentlicher Teil der Funde, die aus den 3000 Jahren vor den Dynastien der Pharaonen liegen und die etwa um 3100 vor unserer Zeitrechnung begann, sind Frauenfiguren aus verschiedensten steinernen Materialien. Doris Wolfs Darstellung wie sich die männliche Forschungsgemeinde darum herumwindet, dass es sich bei diesen Figuren um verehrungswürdige Symbole handelt, scheint ihr in der These patriarchaler Ignoranz recht zu geben. Es gehört zu den amüsantesten Passagen des Buches, wie sie renommierte Forscher zitiert, die aus diesen Figuren Tänzerinnen, Kinderspielzeug, oder gar sexuelle Gespielinnen für die toten Männer machen. Sicherlich entbehrt ihr Umkehrschluss, dass es sich bei der figürlichen Darstellung des Herrn Jesus auf Särgen für Forscherinnen in 5000 Jahren um ein Sexualobjekt für die beerdigten Damen handeln würde, nicht einer unwissenschaftlichen Ironie. Angesichts der angeführten Interpretationsversuche der Ägyptologen, drängt sich allerdings eine solche Sichtweise geradezu auf. Ob die Figuren wirklich Göttinen darstellen, ist dabei nebensächlich. In dieser Interpretation folgt sie den bekanntesten Forscherinnen. Auch wenn es möglich ist, dass das Konstrukt Gott/Göttin erst in einer späteren historischen Epoche geschaffen wurde, deuten diese Figurbeigaben auch in der Häufigkeit, in der sie gefunden wurden, eindeutig darauf hin, dass Frauen insbesondere als Mutter und Ahnin verehrt wurden.

Zu den Kritikpunkten an der früheren Forschungsarbeit von Doris Wolf gehört ihr Nachweis, dass die ägyptische ›frühe Hochkultur‹ kein isoliertes Ergebnis regionaler Entwicklung entlang des Nils war. Bereits für die Zeit vor der Pharaonenherrschaft sind mittlerweile vielfältige Beziehungen vor allem nach Nordosten nachgewiesen. Im Osten des goldenen Halbmonds, der von der syrischen Mittelmeerküste bis hin an die Mündung des Tigris reicht, erstreckt sich das südwestiranische Hochplateau. Dort stießen Archäologen nach einer Überschwemmung im Jahre 2000 auf die Reste einer Stadt aus dem 3. vorchristlichen Jahrtausend. Die Funde dort bestätigen Wolfs Sichtweise. Heute gehen die Forscherinnen und Forscher davon aus, dass es sich bei den Funden der Grabungen, die bis heute nicht abgeschlossen sind, um die mythische Stadt Aratta handelt. Von dort aus gelangten Produkte bis nach Ägypten. Davon zeugen viele Steinarbeiten für die in Ägypten zu dieser Zeit keine Werkstätten nachgewiesen werden können. »Die Steinschneidekunst war in Ägypten in dieser frühen Zeit noch nicht bekannt.« (S.46) Das Geschirr, die Vasen und ähnliche Objekte die in großer Zahl entlang des Nils gefunden wurden, gleichen in der Fertigungstechnik, genau wie bei den dargestellten Motiven den iranischen Funden und sind ebenso als ›Kunst aus Aratta‹ anzusehen. Dennoch bezieht die vergleichende Urgeschichtsforschung Vorderasiens Ägypten bis heute kaum in ihre Untersuchungen ein. Auch der Ägyptologe Thomas Schneider bezichtigte die Forscherin in den Neunzigern der Scharlatanerie, um ihr 10 Jahre später zumindest in einem Punkte zuzustimmen. So resümiert Thomas Schneider 2004: »Die Wahrnehmung einer engen Vernetzung Altägyptens mit den benachbarten Kulturen Südwestasiens, Nordostafrikas und der Ägäis löst seit einiger Zeit das früher verbreitete isolationistische Modell ab, wonach die ägyptische Zivilisation im Wesentlichen eine nach außen abgeschirmte kulturelle Entwicklung durchlaufen hätte.«

Doch das ist nur ein Punkt unter vielen, bei denen Doris Wolf sich mit der etablierten Ägyptologie anlegt. Die meisten von uns haben ja in der Schule gelernt, wie erhaben die Pharaonen waren und von welch unerschöpflichen Wert ihre Kunstwerke sind. Seit einigen Jahren weisen Forscherinnen und Forscher darauf hin, dass zumindest die Sphinx, aber auch die sogenannte Cheopspyramide aus einer Zeit vor den ersten Pharaonen stammen. Wie ignorant die bisherigen Forschungen gegenüber den Kulturen waren, die nicht zu den Pharao Kulturen gehörten macht die Autorin deutlich an der Rettungsaktion für die Tempel von Abu Simbel. Bei der Flutung des Nasser Sees hinter dem neuen Assuan-Staudamm wären die Tempel unter den aufgestauten Fluten begraben worden. Mit erheblichem finanziellen Aufwand wurden zwei Tempel zersägt und an den Ufern des Nasser Sees wieder aufgebaut. Die nubischen Kulturgüter, die heute unter dem See verrotten sind demgegenüber nicht einmal erfasst worden.

Einmal kommen im geschichtlichen Alltagsbewusstsein von uns christlich Erzogenen die Pharaonen doch schlecht weg. Als sie nämlich Moses und seine Anhänger verfolgen lassen, um sie zu töten. Dass aber die Pharaonenherrschaft von Beginn der Invasion Ägyptens, bis zur Herrschaft der Griechen im vierten vorchristlichen Jahrhundert geprägt war von Feldzügen, Sklaverei und Massenmord, weist Doris Wolf in ihrer Arbeit detailreich und durch viele Quellen nach. Dünner ist die Quellenlage bei der Beweisführung, dass die matriarchale Gesellschaft, die vor der Eroberung die Nillandschaft geprägt hat, in der sozialromantischen Form stattgefunden hat, wie sie im Buch beschrieben wird. Denn ob zum Beispiel die Königinnen, die den Übergang zum harten Patriarchat in der ersten Dynastie (also so um 3000 vor unserer Zeitrechnung) so viel netter zu ihrem Volk waren sei einmal dahingestellt. Allerdings ist ihr zuzustimmen, wenn sie sagt. Dass »der Übergang von der urgeschichtlichen in die geschichtliche Zeit ein ›kultureller Fortschritt‹ gewesen sei, wie einige Leute beteuern, tönt wie blanker Hohn angesichts der Barbarei der vergotteten Tyrannen. Jene Wissenschaftler, die diese Neuerungen unkritisch und idealisierend als »zivilisatorische Evolution« , nicht aber die damit verbundene Zerstörung der alten Kultur und des egalitären sozialen Gefüges sehen wollen, hüten und verteidigen diesen »Fortschritt« eifersüchtig als ›äyptische‹ Errungenschaft. Nur durch das Verharmlosen der störenden Beweise der brutalen Gewaltherrschaft ist es möglich , das so populäre, aber gefälschte Bild der heilen Welt des pharaonischen Ägyptens aufrechtzuerhalten. (S.177)

In der populärwissenschaftlichen Literatur Europas hat eine solch kritische Sichtweise von daher wenig Platz. »Im Jahre 2007 veröffentlichte der baltische Ägyptologe Sergei Stadnikow seine Arbeit über ›die Bedeutung des Alten Orients für deutsches Denken – Skizzen aus dem Zeitraum 1871 – 1945‹. Durch den Verweis auf diese Quelle macht die Autorin deutlich, dass es sich bei ihrer Arbeit nicht nur um ein Zurechtrücken patriarchaler Geschichtsmythen handelt, sondern, dass die Inhalte dieser Geschichtsmythen bis in die jüngste Vergangenheit und – ich denke – bis heute dazu dienen, die kulturelle Überlegenheit des Patriarchats in den Köpfen festzuschreiben.

Befremdend wirkt auch, wie die Morde an den Frauen der verstorbenen Pharaonen von den Ägyptologen entweder verschwiegen, oder verharmlost werden. Oder sie werden wie von Joseph Campbell als Ergebnisses eines ›altehrwürdigen Brauches des Menschenopfers‹ bezeichnet. Das auch das Entfernen der Klitoris als Unterwerfung der Frau unter die Männerherrschaft in der Tradition der indogermanischen Eroberer steht, wie die Ermordung der Witwe wundert nicht, wenn die Leserin oder der Leser auf den hinteren Seiten des Buches angelangt ist. Ebenso akribisch wie mit zunehmender Wut beschreibt Doris Wolf diese Vorgänge. Das bei einer solch arbeitsaufwendigen Untersuchung angesichts der Verdrehungen von eindeutig zu interpretierenden Funden (zum Beispiel Skelette von gefesselten und ermordeten Kindern) Verleugnungen, der Forscherin in ihren Ausführungen eine kühle Distanziertheit fehlt, ist nicht nur erklärlich, sondern macht den Stil des Buches geradezu sympathisch und doppelt lesenswert.

Lediglich in den letzten Kapiteln, in denen es um die Wurzeln des Christentums geht, nimmt die Polemik gegenüber den Fakten ein wenig überhand.

Bemerkenswert ist an dem Buch von Doris Wolf, dass sie den Übergang zum Patriarchat als eine Entwicklung der Gesellschaft beschreibt, die auf verschiedenen Interessen unterschiedlicher Akteure und Akteurinnen basiert. Während einer der Schüler Wilhelm Reichs, der Geograph James DeMeo die Verwüstung großer fruchtbarer Gebiete, als wesentlichen Grund für die Durchsetzung des aggressiven Patriarchats nennt, macht Wolf die Eroberungszüge der Indogermanen, die im Kaukasus die Fortschritte in der Metallurgie und die Domestizierung des Pferdes zum kriegstauglichen Zug und Reittier miteinander verbunden hatten, zum Ausgangspunkt dieser Entwicklung. Die Thesen von Doris Wolf werden sicherlich weiter die Diskussion bei Historikerinnen und Historikern herausfordern. Die Auseinandersetzung mit der ›Saharasias These‹, die die Veränderung der Sahara, der arabischen Halbinsel und Teile Asiens zu Wüsten, zum Ausgangspunkt der Entwicklung des Patriarchats in Ägypten macht, sollte ebenso in die Diskussion einfließen. Angesichts einer Verquickung von Macht und Klimadebatte in der derzeitigen Diskussion, kann eine solche ›historische Debatte‹ auch für die aktuellen Auseinandersetzungen fruchtbar gemacht werden.
›Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens‹
Erschienen im DEWE Verlag:Bestellen bei: neuesbuchatdewe-verlagdotcom
Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht. 14.12.2009/19:24

*Rufus Camphausen Village Views:
A digital primate views the world – from a tiny hamlet on Crete
Saturday, October 31, 2009
Let’s hope you read German …
… so I can recommend this new and amazing book:
›Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens‹
DEWE Verlag, Zurich, 2009.  350 pages, illustrated
Swiss author Doris Wolf has all the details about how the patriarchy replaced the matriarchy … not only in Egypt but more or less everywhere.
Here’s my translation of the title: The Fight against Wisdom and Might of Egypts Primary, Matriarchal Culture – A Criminal History
In this second book by the author, Doris Wolf succeeds in dismantling the myth so many other Egyptologists proclaim; namely that ancient Egypt was a highly developed culture. Rather, her study shows that this so-called culture was not so very different from its contemporaries and neighbors.
All of these, including Egypt, were aggressive agents of change, a change that destroyed matriarchy and its religions focused on a female deity – the Goddess in Her many guises – and helped establish patriarchy.
In describing and showing us this process, the author also makes evident what we all should know about these two forms of social cohesion. In matriarchy, a given society is centered on one or more female deities, and it is guided rather than ruled by the archetype of the wise old woman. In patriarchy, a society is not guided but ruled by the local alpha-males with the pathological need to dominate all others: men, women, animals – the whole of nature.
Note:
These are not the author’s words but mine – Mrs. Wolf is much more detailed and discriminating in her more than 300 pages of most interesting text. Although her focus is on ancient Egypt, it is delightful to see her connect ancient facts with the present situation of the world we all live in.
The book can be ordered from this website: Dewe Verlag
For you by Rufucius on Saturday, October 31, 2009 Labels: aryan invasion, books, Doris Wolf, Egypt, gender studies, german, goddess, matriarchy, patriarchy, women

Rufus Camphausen verstarb leider im Mai 2013 an einem Herzinfarkt. Sad, sad, sad!

*Christa Mulack R e z e n s i o n
Doris Wolf: Der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens. Eine Kriminalgeschichte, Zürich 2009  24.6.2011

Vor 15 Jahren beeindruckte uns Doris Wolf mit einem Buch, in dem sie die Frage stellte: „Was war vor den Pharaonen?“ Damit hatte sie ein Tabu berührt, an dessen Aufrechterhaltung die Zunft der Ägyptologen bis heute ein vitales Interesse hat.

Doch genau an diesem Tabu setzte die Autorin an und räumte auf mit den verherrlichenden Darstellungen ägyptischer Pharaonenreiche. Sie kippte die üblichen Idealisierungen der alt-ägyptischen Kultur mit ihren eigenen Recherchen und konfrontierte sie mit deren eigenen Verdrängungen, hinter denen sie eine ganz andere Sprache zum Vorschein kommen ließ. Forscher standen Kopf und disavouierten ihre Erkenntnisse – um sie sich letztendlich Jahre später einzuverleiben.

Inzwischen hat Doris Wolf nun einen Folgeband vorgelegt, in dem sie weitere Ergebnisse ihrer akribischen Recherchen jenseits des Mainstreams vorstellt. Das wirklich Neue – und besonders für Frauen Interessante ist -, genau wie beim ersten Buch, der konsequent patriarchatskritische Blick, den die Autorin auf Ereignisse, Bildmaterial, Texte und deren Interpretationen sowie auf patriarchatsimmanente Forschungsergebnisse ihrer Kollegen richtet.

Dabei bekennt sie sich – weitaus weniger anmaßend als jene – zu einer „subjektiv-weiblichen Sicht“, aus der heraus sie feststellt, dass etwas ganz Wesentliches in diesen Forschungen fehlt: „Die Beiträge von Frauen, das, was von ihnen seit der neolithischen Zeit geschaffen wurde, fand keinen Eingang in die Geschichtsschreibung. Es wurde von den Historikern entweder ausgeblendet oder der ‚Hochkultur‘ zugeschlagen.“ (14)

Dieses gravierende Manko wohnt allen patriarchalen Wissenschaften inne und macht sie für Frauen so ärgerlich unvollständig und verkehrt; fehlt ihnen doch damit etwas Wesentliches, ohne das sie sich nicht „Wissenschaft“ nennen dürften, beschränken sie sich doch auf das, was dem männlichen Blick interessant und folglich erwähnenswert erscheint. Und das sind vorrangig die kolossalen Bauten und Grabmäler mit ihren üppigen Ausstattungen sowie die zahllosen Kriege und Eroberungen, derer sich die Pharaonen rühmten.

Nicht hier entdeckt Doris Wolf das Faszinierende. Sie richtet ihren Blick auf das, was hinter den Dingen zum Vorschein kommt und konzentriert sich dabei auf jenes Material, das bislang übergangen wurde, da es als unspektakulär – also: unbedeutend – eingestuft. Vielleicht aber gefiel den Wissenschaftlern auch einfach nicht, was sie dort sahen oder hätten sehen können, weil es mit ihrem Interesse an Machtdemonstrationen und Gebietserweiterungen kollidierte. Wie Doris Wolf bemerkt, sind sich diese Forscher darin einig, dass politische und religiöse Propaganda weitaus interessanter ist als die Kehrseite pharaonischen Prunks: die notleidende Bevölkerung jenseits der Herrscherschichten, die der Polizei- und Beamtenwillkür, der Folter, Tyrannei und Unterdrückung ausgeliefert war.

Hier stellt sie fest: „Frauen entgingen dem männlichen Sadismus der Herrscherschicht zu keiner Zeit der ägyptischen Geschichte.“ (226) Doch zeigt sie uns nicht nur die Kehrseite des pharaonischen Herrschertums, sondern sie verlässt auch die favorisierten herrschenden Klassen der von Ägyptologen bevorzugten Epoche und Überschreitet zeitliche Grenzen in die sog. „vor“-geschichtliche Vergangenheit. Damit verweigert sie sich dem von Ägyptologen und Historikern ausgeübten Anpassungsdruck und geht ganz selbstverständlich davon aus, dass den Herrschaftsstrukturen der Pharaonen ein Matriarchat vorauf ging, das keinerlei soziale Ungerechtigkeit, kriegerische Ambitionen und Gewalt aufwies. Hier hat sie ForscherInnen wie Marija Gimbutas, Heide Göttner-Abendroth, Riane Eisler und James Mellaart hinter sich, die ebenfalls über diese friedliche, von Frauen dominierte Vor-Zeit geschrieben haben. Es ist direkt wohltuend, an dieser Stelle nicht mit den ansonsten üblichen Zweifeln und Begriffsverwirrungen konfrontiert zu werden, sondern weitere Details zu erhalten über die vordynastische Epoche, die noch keine Männerherrschaft kannte, und über sie ohne Wenn und Aber als historisch gesicherte matriarchale Kulturepoche zu lesen. Damit reiht sich Doris Wolf ein in die neuere Matriarchatsforschung, auch wenn sie sich – aus nicht näher benannten Gründen – von ihr abgrenzt.

Die Überschreitung von Zeitgrenzen kommt in diesem Buch auch darin zum Ausdruck, dass Wolf immer wieder Bezüge zur Gegenwart herstellt und aktuelle Zusammenhänge aufzeigt. Dabei wird zum Beispiel deutlich, dass die Versuche, den weiblichen Körper durch Verunglimpfung unter männliche Kontrolle zu bringen, kein spezifisch christliches Erbe darstellen, sondern bis weit in die Bronzezeit zu den frühen Pharaonen und ihrer Priesterschaft zurückreichen und schon damals eine unerträgliche Doppelmoral hervorgebracht haben.

Ihr Fazit: „Die Fortsetzung der 5000 Jahre alten indoeuropäischen Praktiken zeigen heute die unendlichen Debatten zu den Abtreibungsgesetzen. Männer erlassen politische Gesetze und religiöse Dogmen über den Kopf der Frauen hinweg. Den Frauen wird eingehämmert, das Leben des Fötus sei ‚heiliger‘, wichtiger als ihr eigenes Leben.“ (224)

Den Weg der Umwertung weiblicher Heiligkeit führt über männliche Vereinnahmung bis hin zur Diffamierung weiblicher Sexualität. Ihn beschreitet Wolf, indem sie nicht nur zeitliche sondern auch geografische Grenzen Überschreitet und dabei zeigt, wie sich deren Legitimierung aus reiner Fiktion nährt. Da ist zunächst der babylonische Sonnengott Marduk, von dem es bei Walter Beltz (1982) heißt: „Der Gott, der keine nennenswerte Vergangenheit hat, weil er ein junger Gott von Eroberern ist, erhält eine Heldenvergangenheit. Die heilige Geschichte ersetzt den notwendigen Machterweis.“ (zit. 299)

Noch Aufschlussreiches aber ist von den Aborigines in Australien zu vernehmen. Sie wissen noch, was sie Frauen einmal angetan haben und worauf ihre gegenwärtige Macht basiert, erzählt doch einer ihrer Schöpfungsmythen von der Beraubung der Frauen, die einst von Männern ihrer Kultgegenstände und damit ihrer magischen Eigenschaften beraubt wurden. Dazu erklären sie heute: „Wir haben den Frauen alles gestohlen, was ihnen gehört hat. Wir Männer haben nichts wirklich Besonderes zu vollbringen, außer zu kopulieren. Alles gehört den Frauen, das Kind, das Blut, die Tänze. Dies alles betrifft die Frauen. Wir mussten sie überlisten, denn am Anfang hatten wir nichts. Wir haben den Frauen alles weggenommen.“ (zit. 315) – Und genau daran erinnert uns Doris Wolf mit ihrer Kriminalgeschichte.

3. Buch ›Das wunderbare Vermächtnis der Steinzeit und was daraus geworden ist‹ 8/2017

*4,0 von 5 Sternen

am 18. August 2017
Das Buch der Matriarchatsforscherin Doris Wolf vermittelt einen engagierten Überblick über das weite Feld der Matriarchatsforschung mit ihren berühmten Vertreterinnen wie Marija Gimbutas, Heide Göttner-Abendroth, Carola Meier-Seethaler und etlichen anderen. Wolf hat zu ihrer Forschung eigene Bücher veröffentlicht, so „Was war vor den Pharaonen – die Entdeckung der Urmütter Ägyptens“ von 1994 und „Der Kampf gegen die Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens“ von 2009.
Das neue Buch gibt eine sehr kenntnisreiche Zusammenfassung der verschie-denen Befunde der Matriarchatsforschung. Seine zentrale Aussage lautet: es gab über viele Jahrtausende in der Steinzeit bis weit in das Neolithikum hinein eine „Zivilisation der Großen Göttin“, wie Marija Gimbutas es formuliert hat.
Diese wurde in einem zivilisatorischen Umbruch in einem größeren Zeitraum um das Jahr 5000 vor Christus durch eine patriarchale Kultur abgelöst. Ein wesentlicher Grund für diesen kulturellen Umsturz oder Mentalitätswandel wird in dem Einbruch südrussischer patriarchal orientierter Viehzüchtervölker gesehen, die militärisch gut organisiert waren und deshalb die matriarchal organisierten Gesellschaften in Mesopotamien, in der Levante und in Ägypten „einfach“ überrollen und beherrschen konnten, indem sie ihnen ihre patriarchale Orientierung und Organisation aufzwangen.
Aus diesem Umsturz gingen die bekannten Gottkönige in Mesopotamien, Persien und Ägypten hervor wie ebenso die drei monotheistischen Religionen, die gewissermaßen auch das Jenseits mit der Inthronisierung männlicher Führungsgötter patriarchal durchstrukturierten.
Diese Veränderungen beinhalteten aber auch, wie Wolf darlegt, die weitgehende Vernichtung der matriarchalen Strukturen in Gesellschaft und im Mythos. Wesentlich in diesem Umwandlungsprozess waren aber zudem Übernahmen oder Usurpa-tionen weiblicher Symbole, wie dies Carola Meier-Seethaler in ihrem Buch „Von der göttlichen Löwin zum Wahrzeichen männlicher Macht“ überzeugend und extensiv dargelegt hat. So wurde aus der Löwin, dem Begleittier der Großen Göttin, der Löwe als Wappentier der Könige und Herrscher, oder die weibliche Urfarbe rot schmückte die Samtroben der Kaiser und Kardinäle, usw.. Überbleibsel der matriarchalen Urkultur lebten in den großen Göttinen Demeter, Ischtar und Isis noch weiter , die aber mit der weiteren Durchsetzung der patriarchalen Strukturen mit Ausnahme der Jungfrau Maria an Bedeutung verloren. Dominant sind in dem neuen Jenseits männliche Götter wie Zeus, Jupiter, Marduk, Re oder später auch Jahwe und Allah. All diese Vorgänge von männlicher Bemächtigung haben eben die Wirklichkeit der religiösen Welt vor dem Patriarchat verdeckt und dem Vergessen anheim gegeben. Dseshalb war die Wiederentdeckung dieser Kulturschicht die große Tat von Johann Jakob Bachofen, wie er sie in seinem Buch „Das Mutterrecht – eine Untersuchung über die Gynäkokratie der alten Welt nach ihrer religiösen und rechtlichen Natur“ von 1861 darlegte.
Ein Problem dabei war, dass er das Matriarchat als eine Frauenherrschaft nach dem Modell der Männerherrschaft des Patriarchats ansah. Das verkennt aber die Struktur der matriarchalen Gesellschaften, die eben gerade nicht durch männliche Machtstrukturen gekennzeichnet waren, sondern durch einen Bezug der Gesamtgruppe auf die mythische Präsenz der Großen Göttin und ihrer irdischen Repräsentanten, was diesen Gesellschaften nach allen Hinweisen ein recht friedliches Zusammenleben ermöglichte, vermutlich durch eine gemeinsame Einbindung auf das magische höhere Mutterwesen, wie es in den tausenden von Mutterstatuetten repräsentiert ist. Das Werk Backofens war zwar bekannt, fand aber in seiner Bedeutung keinen Eingang in die allgemeinen Kultur- und Geschichtswissenschaften, die die Geschichte mit den alten Griechen und alten Römern beginnen ließen, wozu dann später auch noch die der Babylonier und Ägypter kamen. Eigentlich erst eigentlich in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts entwickelte sich die breitere Matriarchatsforschung, die in diesem Buch thematisiert wird.
Weil wir alle noch in der „klassischen“ Weise des Horizontes der patriarchalen Kulturen sozialisiert sind, ist der Einstieg in die Ergebnisse dieser Forschung nicht einfach. Doris Wolf kann in vielen Beispielen eindrücklich zeigen, wie die akademische Forschung im Bann der patriarchalen Orientierung steht: die steinzeit-lichen weiblichen Statuetten werden unter dem Label „Venus“ kategorisiert und man vermutet „pornographische Motive“ für deren Herstellung, die bekannten Steinzeithöhlen dienen selbstverständlich männlichen Jagdritualen unter Verkennung aller Hinweise, dass es sich um Gebärhöhlen handeln könnte, usw.. Die unendlichen Beispiele dieses Buches lösen, wenn man sich auf die Lektüre einlässt, den Schleier patriarchaler Vorurteile auf und ermöglichen einen bewegenden Blick in die weibliche Dimension unserer frühen Geschichte und Kulturbildung, auf der alles Spätere aufbaut.
Gerade die unglaublichen Schattenseiten der patriarchalen Struktur der Gesellschaften mit ihren unentwegten abgründig grausamen Kriegen, Ketzerverbrennungen, Hexenverbrennungen, Judenpogromen, Vernichtungen der indianischen Bevölkerung Nord- und Südamerikas, Völkermorden usw. sind die erschreckende Seite einer solch einseitigen Orientierung an relativ primitiven instinktiv vorgegebenen Verhaltensstrukturen von männlicher Rivalität und Dominanz und sind eigentlich ein zwingendes Motiv, sich mit den Friedenspotenzialen dieser frühen Kulturen auseinanderzusetzen. Eine Weiterbetreibung des „Schlachthauses der Geschichte“ kann keine Option sein. Für eine Korrektur des augenblicklichen Kurses „immer so weiter“ der augenblicklichen machtorientierten Politik kann dieses Buch eine bedeutsame Ressource sein. Gerade im Zusammenhang mit der Emanzipation der Frauen kann eine Wiedervergegenwär-tigung dieser kulturgeschichtlichen Bedeutung der weiblichen Dimension des Lebens eine wertvolle Ressource sein und in den Frauen eine Kraft mobilisieren und stärken, die sie eigentlich haben, die aber durch die kulturelle Unterdrückung in den patriarchalen Kulturen, für die dieses Buch auch unendliche Beispiele liefert, verlegt und unzugänglich gemacht wurde.
Neben diesen positiven Einschätzungen besteht ein größeres Problem des Buches darin, dass die Autorin ihr Buch aus der Wut dieser Unterdrückungsgeschichte, die in ihrem ganzen Ausmaß vielleicht heute erst bewusst werden kann, schreibt. Das führt auf der einen Seite zu einem scharfen Blick für die dunkle Seite des Patriarchats und deren Fortwirkungen in unserem sogenannten Alltagsbewusstsein. Aber nicht nur dort gibt es diese Einseitigkeiten, sondern wie die Autorin scharf analysiert, weitläufig im akademischen Bereich mit entsprechenden Wissenschaftseinschränkungen. Mit oberflächlichen Einschätzungen und falschen Vorannahmen, es ginge in der Matriarchatsforschung um die Annahme einer Frauenherrschaft als Spiegelbild der Männerherrschaft, die so eben historisch eben nicht nachweisbar sei, wird eine Wahrnehmung der wirklichen Inhalte dieser Forschung im Bewusstsein der Fachgelehrten vermieden, was es erlaubt, sie zu marginalisieren.
Die genannte Wut der Autorin hat aber auch die andere Seite, dass sehr weitgehende Behauptungen ohne weitere Diskussion ausformuliert werden. Solche einseitigen Verallgemeinerungen sind keine Einzelfälle, sondern es gibt viele Beispiele im Buch. So ist die Rede von 8 Millionen Opfern bei den Hexenverbrennungen, ohne dass die anderen bekannten Resultate, die etwa 20000 bis 40.000 Opfer annehmen, auch nur erwähnt, geschweige denn diskutiert würden. Solche Einseitigkeiten können es leicht machen, das Buch abzuwerten. Das wäre jedoch kurzschlüssig, denn es besitzt, wie oben ausgeführt, ein großes Potenzial und eine große aufklärerische Wichtigkeit in Bezug auf die latenten patriarchalen Denkstrukturen, Verleugnungen und Meinungen, die wir alle und eben auch die sogenannten Fachwissenschaftler unbemerkt mitführen.
Ich möchte noch einen Aspekt aus meinem pränatal-psychologischen Arbeitsschwerpunkt erwähnen: in der Pränatalen Psychologie geht es auch um die Bedeutung der Erlebnisdimension der primär weiblichen Dimension des Lebens, die in der gleichen Weise wie die Matriarchatsforschung trotz großer Evidenz auf verschiedenen methodischen Ebenen in der akademischen Welt sowieso, aber auch im allgemeinen Bewusstsein weitgehend marginalisiert wird. Dabei haben die Befunde der Pränatalen Psychologie, wie ebenso der Psychohistorie, nicht nur diese große Evidenz, sondern auch größte praktische gesundheitspolitische und kulturpolitische Bedeutung. Insofern gibt es eine natürliche Verbindung zwischen Matriarchatsforschung und Pränataler Psychologie, weil es beiden Forschungsfeldern gegenüber eine durch unsere patriarchal bestimmte Geschichte eine Reserve und Marginalisierung gibt. Diese ht ihren Grund in der durch die patriarchale Mentalität bedingte Verleugnung der elementaren Bedeutung der weiblichen Dimension des Lebens. Insofern bieten sich hier Möglichkeiten zu einer fruchtbaren Kooperation und Diskussion an.
Ein Thema einer solchen Diskussion könnten insbesondere die Begründungen für den Kulturwandel vom Matriarchat zum Patriarchat sein. Hier folgt die Autorin recht einlinig der Perspektive eines Geschlechterkampfes der Männer gegen die Frauen, der gewissermaßen von den Männern sehr bewusst geführt wird, um Frauen zu unterdrücken. Das verkennt aber, dass Männer wie Frauen in weitere und größere Dynamiken in der kulturellen Entwicklung eingebunden sind, deren Wirkkräften sie folgen, ohne dass hier individuelle Planungen oder Planungen von Gruppen vorliegen. Eine Diskussion dieser weiteren Aspekte, die die kulturelle Evolution bestimmen, würde jedoch den Rahmen einer Rezension überschreiten, sie können darum hier nur angedeutet werden. Und zwar sind wesentliche Aspekte der Besonderheiten des Homo sapiens zwei biopsychologische Fehlpassungen, zum einen die sogenannte „physiologische Frühgeburtlichkeit“, deren Folge das für den Menschen so charakteristische magische Erleben ist, das auch einen wesentlichen Hintergrund der „Zivilisation der Großen Göttin“ bildet, und zum anderen das Leben in anonymen Großgruppen als Folge der neolithischen Revolution, für das wir mit unserer Jäger-Sammler-Mentalität nicht geeignet sind. Es scheint so, dass die ordnungspolitischen Möglichkeiten eines matriarchalen Systems hierfür nicht ausreichten, sondern dass die Gewaltstrukturen patriarchaler Ordnungssysteme, wie sie exemplarisch in großen Teilen des Alten Testamentes dokumentiert sind, ordnungspolitisch erfolgreicher sind, trotz ihrer unglaublichen Kollateral-schäden. Darum bleibt die menschliche Geschichte trotz ihrer erstaunlichen kreativen Entwicklungen auch eine Unglücksgeschichte.
Zum Abschluss noch ein Hinweis für die Annahme der Matriarchatsforschung, dass es die patriarchal orientierten aggressiven Viehzüchtervölker kulturbestimmend wirklich gegeben hat. In der homerischen Ilias wird ihnen nämlich ein epochales Denkmal gesetzt: in einem sinnfreien Krieg, in dem es nur um Rivalität und Dominanz von Männern geht, die ihre Heldennatur und ihren Ruhm dadurch erlangen, dass sie eine große Zahl von anderen Männern erschlagen und insbesondere auch ganze Städte zerstören. „Städtezerstörer“ ist der wichtigste Ehrentitel der größten Helden. Dass die Inhalte dieses Werks ohne Realisierung der abgründigen Grausamkeit und makabren Heroisierung einer männlichen Dominanz, die sich im Töten erweist, in humanistischen Gymnasien andächtig als kulturelles Monument gelesen wird, ist ein markanter Beleg dafür, dass wir alle noch in den Nebeln patriarchaler Denk- und Wahrnehmungsstrukturen befangen sind. Man könnte vielleicht sagen, großartig ist die Darstellung aber eben schrecklich sind die Inhalte. Letzteres nicht wahrzunehmen gehört zu den genannten Nebeln. Diese gilt es zu lüften und dafür kann das Buch von Doris Wolf eine große Hilfe sein.Ludwig Janus, Dossenheim
 *Kommentar von Doris Wolf zur Rezension von Herrn Janus:
Herr Janus hat einerseits viel Lob für meine Arbeit, anderseits meint er, “neben diesen positiven Einschätzungen besteht ein größeres Problem des Buches darin, dass die Autorin ihr Buch aus der Wut dieser [gegen die Frauen und von ihm beschriebenen und sogar erweiterten] Unterdrückungsgeschichte schreibt… Die genannte Wut hat aber auch die andere Seite, dass sehr weitgehende Behauptungen ohne weitere Diskussion ausformuliert werden. Solche einseitigen Verallgemeinerungen sind keine Einzelfälle, sondern es gibt viele Beispiele im Buch.“ Das ist eine diffamierende Unterstellung. Janus bezichtigt mich der „Einseitigkeit“ und „einseitiger Verallgemeinerung“. Er tut aber genau das, indem er seine Behauptung nicht etwa durch einige oder mehrere der v i e l e n Beispiele aufzeigt, sondern sich gerade mit einem einzigen zufrieden gibt, über das man tatsächlich uneins sein kann: die Zahlen der Hexenmorde. (Wolf ›Die Hexenverbrennungen gehören zum Kampf gegen das Heilwissen der Frauen‹ S. 233) Dem alten Herrn sind wütende Frauen offenbar nicht ganz geheuer. Sie dürfen ja jetzt schon mitreden, dürfen sogar mitforschen, aber wütend sein, nein, das sollte Frauen nicht auch noch erlaubt sein!
Vielleicht enthält mein Zorn auch die übernommene Wut und Hilflosigkeit meiner Mutter, der sowohl Verhütung und Abtreibung verboten, als auch eine Unterbindung verweigert wurde. Der katholische Arzt, des katholischen Kantons und der katholischen Kirche zwang sie, gegen ihren Willen, acht Kinder zu gebären.
Im übrigen, Herr Janus, betrachte ich es nicht als meine Pflicht, meine Wut zu unterdrücken, um emotionslos und ›ausgewogen‹ über meine Forschungen zu berichten, um die Barbarei des Patriarchats zu beschönigen. Schon in meinem ersten Buch 1994 schrieb ich in der Einführung: »Das Resultat meiner Arbeit basiert ganz bewusst auf meiner persönlichen, d.h. subjektiv-weiblichen Sicht, die ich als Ergänzung zum [einseitigen und distanzierten] patriarchal-männlichen Standpunkt der Schulwissenschaft verstehe (1994, S. 14).
2. Kommentar von Doris Wolf
Wie sich herausstellen sollte, war die Kritik von Dr. Janus ›nicht so gemeint‹. Er schreibt mir im Nachhinein: »Meine Absicht mit der kritischen Anmerkung war eigentlich, den Leuten gegenüber, die die Matriarchatsforschung ruppig ablehnen, zu vermitteln, indem ich einen kritischen Punkt benenne, aber gleichzeitig ja auch Aussage zu Ihrem Klarblick gemacht habe. Jedenfalls habe ich Ihr Buch mit großem Gewinn gelesen und danke für Ihr Engagement.«
Nur, das wird nicht so verstanden. Was er (oder sein dubioses alter ago ) schreibt, geht auf meine Kosten und die meiner Arbeit. Damit liefert Herr Janus (bewusst oder unbewusst!) den Gegnern tatsächlich das Argument, Matriarchatsforschung sei unseriös und bestehe aus weitgehenden Behauptungen. Ich betrachte, sehr geehrter Herr Berufskollege, Ihre diffamierenden Äusserungen nach wie vor als ehrverletzend und rufschädigend. Doch vertraue ich den LeserInnen: sie mögen sich selber ein Bild machen.
am 7. September 2017
Erst vergleichsweise spät begann ich, mich mit der Matriarchatsforschung zu beschäftigen. Die Bücher von Doris Wolf betrachte ich als Schatztruhen des Wissens in diesem Bereich. Die „Mutterwunde“, der „Gebärneid“ der Männer, Freud’s einseitige und m.E. fatale Penisneidtheorie u.v.a.m. bedürfen der Heilung bzw. Korrektur, wenn wir ein friedliches Zusammenleben auf dieser Erde anstreben. Doris Wolf veranschaulicht in diesem Werk sowie in „der Kampf gegen Weisheit und Macht der matriarchalen Urkultur Ägyptens“ für Laien und Fachleute gleichermaßen, wie Krieg und Terror ihren Ursprung nahmen, wie die Einflüsse männerdominierter Wissenschaft jahrtausendelang das Potenzial des weiblichen Göttinnenaspekts vertuschten und klein zu halten versuchten. Es wird Zeit, dass die verbindende, erhaltende weibliche Kraft zurückkehrt! Testosterongesteuerte patriarchale Systeme verhindern Heilung, denn sie stützen sich auf Ideologien und Dogmen sowie auf das Herrscher-Sklave-Prinzip. Das Ergebnis davon ist offenkundig – seit Jahrtausenden. Und es wird auch Zeit, dass die „Ordnung der Männer“ und die der unglückseligen monotheistischen Religionen abgelöst werden durch die lebendige Kraft der Göttin, damit das Weltengehirn und der Planet heilen können – und damit auch alle Wesen, Männer wie Frauen. Die Bücher von Doris Wolf gehören m.E. auf den Lehrplan und zwar spätestens ab der 10. Schulklasse!
am 12. September 2017
 
Eine wahre Offenbarung ist das Buch von Doris Wolf „Das wunderbare Vermächtnis der Steinzeit“ und was daraus geworden ist. Es ist an Komplexität und Informationsdichte kaum zu überbieten.
Neben zahlreichen Abbildungen archäologischer Befunde, prähistorischer Zeichnungen, Höhlenmalereien und paläolithischer Skulpturen finden wir Zitate aus über 250 Veröffentlichungen namhafter ForscherInnen und WissenschaftlerInnen, die die Erkenntnis über die matriarchale Urkultur der Steinzeit bestätigen und Gegenaussagen werden von Doris Wolf stichhaltig und stringent widerlegt. Unter anderem unterzieht sie die patriarchale Geschichtsschreibung einer Korrektur, indem sie die matriarchalen Kultur- und Schöpfungsleistungen nachdrücklich exponiert.
Die Überproportionalität weiblicher Artefakte und Darstellungen weiblicher Körperlichkeit – in den Stadien der Schwangerschaft und des Gebärens – deutet auf eine zentrale Wertschätzung und Verehrung der Frau und Mutter hin und gleichzeitig auf die künstlerischen Leistungen von Frauen in der Steinzeit. Die zahlreichen Quellen, die Doris Wolf anführt, verdichten und verifizieren ihre Beweisführung über die matriarchalen Urkulturen der Steinzeit.
Die künstlerische Gestaltungsfähigkeit prähistorischer Menschen lässt auf einen tiefen emotionalen Bezug zur irdischen Realität, auf die Fähigkeit Erfahrungen symbolisch auszudrücken und auf eine Spiritualität schließen. Eine Spiritualität, die in eine Religion der Göttin als Urmutter übergeht, in der sie als Schöpferin allen Lebens verehrt wird. Es war eine Religion, die auf Fürsorge, Verantwortung und Liebe zum Leben basierte und der Arterhaltung diente.
Wohingegen mit der Patriarchalisierung vor 6000 – 5000 Jahren die Verantwortung dem patriarchalen Narzissmus und den damit verbundenen, Theorien und Spekulationen geopfert wurde. Mit der Erfindung der männlichen Götter wurde die matriarchale irdische Verbundenheit mit dem Leben, der Natur und der Erde diskriminiert und durch eine Gläubigkeit an patriarchale Omnipotenz, an Machbarkeitsideologien und utopische Superlative ersetzt. Eine Gläubigkeit, die in ihren fanatischen und exzessiven Ausprägungen das Leben, die Natur und die Menschen, besonders die Frauen, missachtet, entseelt und zerstört. Denn mit der Erfindung der patriarchalen Götter wurde auch gleichzeitig der Krieg erfunden.
An die Stelle des matriarchalen Wissens durch Erfahrbarkeit und Intuition trat eine patriarchale Wissenschaft durch Abstraktion von der irdischen Erfahrung, Spekulation und Aufoktroyieren utopischer Theorien. Das patriarchale System missachtet die existenziellen und sich ergänzenden matriarchalen Lebenszusammenhänge, indem es die Welt in Gegensätze aufspaltet und mittels matriarchaler Ressourcen unilaterale patriarchale Überlegenheits-Ansprüche stellt.
Mit der Patriarchalisierung der Welt geht die Zerstörung der Welt einher!
Es ist höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel, wenn wir der Zerstörung der Welt Einhalt gebieten wollen und wir das „wunderbare Vermächtnis der Steinzeit“ erhalten und verwirklichen wollen. Dieses Buch von Doris Wolf trägt zur Wiederherstellung der Vollständigkeit des humanen Bewusstseins bei und ergänzt es durch die unverzichtbare, regenerierende, matriarchale Komponente.
am 8. September 2017
Nachdem ich in kürzester Zeit die zwei bisher erschienenen Bücher geradezu verschlungen habe, war ich schon sehr gespannt auf die neueste Ausgabe. Sofort bestellte ich sie mir und wiederum kann ich mich kaum davon trennen. Ich bin genau wie die Autorin der Meinung, dass das Patriarchat die Wurzel allen Übels ist. Frau Wolf bestätigt mir genau meine Intuition bez.der Kindererziehung (Tragen des Säuglings, Neid der Männer auf stillende Mütter usw.) Auch meine Vermutungen über die Entstehung der Pyramiden, die Bedeutung der dreieckigen Yoni Symbole usw. bestätigt sie mir in diesem Buch. Ich freue mich, in Frau Wolf endlich eine Fachfrau gefunden zu haben, die meine Leidenschaft teilt. Es tut mir unendlich gut zu erleben, dass sich in der Matriarchatsforschung nun etwas bewegt. Eine erfreute und faszinierte Leserin.

4. Buch ist in Arbeit

es enthält neue, unglaubliche Beweise für eine matriarchale Hochkultur, die mind. 1000 Jahre vor den Eroberungen der Indo-Europäer blühte und absolut friedfertig war. Es gab bis in die Zeit der Phararonen und Sumerer keine Kriege in dieser Welt!


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