Wer war Narmer?

Der Name ›Nar-mer‹ lüftet das Geheimnis seiner Identität und Herkunft

In der Ägyptologie geht man davon aus, der Name ›Narmer‹, geschrieben mit den beiden Hieroglyphen ›nr‹ und ›mr‹, bedeute aufgrund des Bildzeichens eines Fisches ›furchterregender Wels‹. Mit dieser ›Übersetzung‹ gaben sich die ÄgyptologInnen bis heute zufrieden.  Man hätte jedoch auch schon bedenken können, dass der Wels eventuell nur rein phonetisch gemeint war. Alan H. Gardiner, der Autor der ›Egyptian Grammar‹, erklärte schon 1927, dass Bildzeichen nicht immer gebraucht wurden, um etwas als solches zu benennen, sondern absolut andere Dinge meinen können, nämlich solche, die einen gleichen Klang haben wie die bildhafte Darstellung (Gardiner 1927/1988, S. 7). Die Suche nach einer anderen Interpretation des Namens Narmer ist – jedoch erst, wenn man endlich in Betracht ziehen würde, dass Ägypten von indoeuropäischen Kriegerhorden überfallen und kolonisiert wurde – gerechtfertigt.
Denn tatsächlich ist ›Nar‹ die indoeuropäisch-arische (Sanskrit-) Bezeichnung für Mann/Herr und ist laut dem Arier und Sprachforscher Jahansha Derakhshani im Alt-Iranischen und Indischen reichlich belegt. (Derakhashani ›Geschichte und Kultur des Alten Ostiran – Grundzüge der Vor- und Frühgeschichte Irans‹ 1995, S. 116) Der Name wird noch aufschlussreicher, wenn er durch Zufügen von ›tjai‹, als ›der Männliche‹ präzisiert wird. Wenn Menes mit Nar-mer oder Hor-Aha verbunden wird, bedeutet dies, dass den Eroberern der Charakter draufgängerischer und ruhmsüchtiger, indoeuropäischer Horiter und iranischer Arier zugeschrieben wurde. Narmer wird auf der berühmten Palette charakterisiert als unglaublich grausamer Machtmensch, als Räuber und brutaler Mörder, der sich als Held darstellen lässt; der Eroberer, der einheimische Ägypter geköpft und das Land ausgeraubt hat.
Von den Ägyptologen wird er jedoch, trotz der Bilder, die seine Unmenschlichkeit beweisen dürften, stets unkritisch und als Held besungen. So lesen wir etwa bei Wikipedia:

»Narmer (auch Nar; eigentlich Hor-nar-mer, Hor-nar-meher, Hor-nar) regierte um 3000 v. Chr. und war nach Meinung einiger Ägyptologen letzter altägyptischer König (Pharao) der 0-Dynastie, nach anderer Lehrmeinung war er bereits erster Herrscher der 1. Dynastie. Er ist einer der ägyptischen Könige, der in frühen zeitgenössischen Quellen öfter belegt und vielleicht mit Menes gleichzusetzen ist.
Obwohl von Narmer besonders bedeutende Funde bekannt sind, darunter seine „Prunkpalette“ und sein Keulenkopf, weiß man über die Herkunft und Identität dieses bedeutsamen Herrschers noch immer wenig, weshalb viele kontroverse  Thesen um ihn aufgestellt wurden. Es steht aber außer Frage, dass Narmer nachhaltig die Kultur und das Wohl des Landes vorantrieb und den Weg für ein glanzvolles Reich ebnete.« [!]

Der früheste Beweis, dass die indoeuropäischen Eroberer den Phalluskult nach Ägypten brachten ist die Narmer-Palette. Sie enthält deutliche Hinweise auf den Beginn der phallischen Männermacht. Auf der einen Seite trägt der König die aus dem Iran mitgebrachte Weiße Krone (s. ›Die Eroberer aus dem Norden‹). In ihrer Form ist sie die Überhöhung des Phallus par excellence. Hinzu kommt die Rolle der Keule in der Hand des Königs. Er hält sie so, dass sie einen erigierten Penis symbolisiert; sie wird zur Betonung des Phallus und damit zum Symbol seiner Macht. Vor dem König liegen die enthaupteten Gefangenen, mit abgeschnittenem Phallus; die ›Entmannung‹ des feindlichen Mannes durch Waffengewalt des Mächtigeren.Der Penis wird zur Waffe des patriarchalen Mannes. Im hebräischen gibt es für Waffe und Penis nur ein Wort: za’in!

Interessant ist auch, dass auf der Narmer-Palette m.W. das erste Bild einer Person, die der Kunst des Schreibens mächtig ist, zu sehen ist. Obwohl die Palette von tausenden Fachleuten studiert und beschrieben wurde, will bisher noch keine Ägyptologin und kein Ägyptologe erkannt haben, dass es sich dabei um eine FRAU handelt! Sie wird immer in der männlichen Form abgehandelt, etwa als »der Thronfolger‹ mit einer Perücke.

Im Museum von Kairo wird sie auf dem Beschrieb gar nicht erwähnt, obwohl sie einen prominenten Platz auf der Palette einnimmt und ansonsten auf jedes Detail eingegangen wird.

Seshat ist die ägyptische Göttin des Schreibens.


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